Der deutsche Botschafter im Iran, Axel Dittmann, ist ins iranische Außenministerium einbestellt worden. Ihm solle der starke Protest des Irans gegen die „verächtliche Haltung bestimmter deutscher Amtsträger“ gegenüber seinem Land übermittelt werden, zitierte der iranische Staatssender Press TV Generaldirektor Aliresa Jussefi. Die in Deutschland gegen den Iran erhobenen Vorwürfe bezeichnete er als ein Manöver bestimmter Institutionen, um die deutsche Unterstützung für den US-israelischen Krieg gegen den Iran zu verschleiern. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte die Einbestellung des deutschen Botschafters.
Wenige Stunden zuvor hatte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter einbestellt – nach der Verurteilung von zwei Männern wegen geheimdienstlicher Tätigkeit im Auftrag des Irans und einer versuchten Beteiligung an Mord und schwerer Brandstiftung. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg hatte in der vergangenen Woche einen 54 Jahre alten Mann zu achteinhalb Jahren Haft und einen 43-Jährigen zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt.
Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden in Dänemark lebenden Männer den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, ausgekundschaftet hatten. Zudem habe der 54-Jährige Vorbereitungen für einen Brandanschlag auf einen koscheren Lebensmittelhandel in Berlin getroffen. Der 54-jährige Däne mit afghanischen Wurzeln hatte laut Bundesanwaltschaft seine Aufträge direkt von Offizieren der sogenannten Al-Kuds-Brigaden erhalten, der Auslandseinheit der iranischen Revolutionsgarden. Er habe sich dann mit dem 43-jährigen Afghanen in Verbindung gesetzt, um ihn für ein Attentat auf Beck zu gewinnen – oder zumindest dazu zu bewegen, eine andere Person dafür zu finden. Auf letzteres hätte man sich schließlich verständigt.
Der Iran bestellt zudem den Botschafter der EU in Teheran, den irischen Botschafter Aidan Cronin, ein. Damit solle gegen eine Reihe „grundloser“ Vorwürfe gegen den Iran protestiert werden, hieß es weiter. Irland hat derzeit den EU-Vorsitz inne.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke