Bei einem russischen Drohnenangriff sind Behördenangaben zufolge im ostukrainischen Gebiet Charkiw mindestens sechs Menschen getötet worden. „Unter den Toten sind drei Kinder“, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit.

Weitere 15 Menschen, darunter sieben Minderjährige, seien verletzt worden. Getroffen wurde demnach ein zentral gelegener Park in der Siedlung Nowa Wodolaha, etwa 30 Kilometer südwestlich der Gebietshauptstadt Charkiw.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland „absolute Barbarei“ vor. Er veröffentlichte auch Fotos, darunter von einem getöteten Mädchen in seinem Kinderwagen.

Wörtlich schrieb Selenskyj in einem Beitrag auf X: „Ein schrecklicher russischer Angriff in der Region Charkiw. Eine ‚Shahed‘ (Drohne, Anm.) traf Menschen direkt – in einem Park nahe eines gewöhnlichen Cafés. Eine reine Gräueltat. Sechs Menschen wurden getötet, darunter Kinder. Ein kleines Mädchen wurde in einem Kinderwagen getötet – ihr Name war Angelina, sie war gerade etwas mehr als ein Jahr alt und im August 2025 geboren worden. Ihre Mutter hieß Inna. Sie starb im Krankenhaus. Ein weiteres getötetes Mädchen war elf Jahre alt. Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen. Weitere 14 Menschen wurden verletzt, darunter sechs weitere Kinder.“

Der Präsident forderte einmal mehr eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr durch die westlichen Verbündeten. „Man darf nicht an Geldgeschäfte mit Russland denken, solange es seinen sinnlosen Krieg fortsetzt“, meinte er mit Blick auf US-Präsident Donald Trump, der nach einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin den Kauf von russischem Diesel angekündigt hatte. Selenskyj hatte immer wieder an Trump appelliert, Flugabwehrraketen an die Ukraine zu liefern.

„Wir bitten darum, die Sanktionen gegen Russland nicht aufzuheben, solange die Morde nicht aufhören. Wir bitten Amerika, stark zu bleiben, und bitten darum, das Gesetz von Lindsey Graham anzuwenden“, sagte Selenskyj. Trump hatte das nach dem im Sommer gestorbenen US-Senator Graham benannte Gesetz zwar unterzeichnet, das Inkrafttreten neuer Strafen für Russland aber außer Kraft gesetzt.

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