US-Präsident Donald Trump hat sich offen für einen Dreiergipfel zur Ukraine mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gezeigt. „Ich würde das tun“, sagte Trump am Montag vor Journalisten in Washington. Vereinbart sei das Treffen aber noch nicht. Trump sagte, er gehe davon aus, dass es dabei eher um die nukleare Abrüstung gehen könne.
Trump bekräftigte zugleich seine Forderung nach einer Ablösung Selenskyjs. Es sei „an der Zeit, dass jemand anderes im Namen der Ukraine verhandelt“, sagte der US-Präsident. Die USA hätten der Ukraine viel gegeben, sagte Trump. „Sie haben uns nichts gegeben.“
Laut „Wall Street Journal“ hat Putin ein Treffen vorgeschlagen, das am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen stattfinden soll – ohne Beteiligung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte am Montag derartige Gedankengänge. „Da alle drei Staatsoberhäupter möglicherweise an einem Gipfeltreffen in China teilnehmen könnten, wurde das Thema eines solchen hypothetischen Treffens tatsächlich bereits angesprochen“, sagte Peskow. Es habe aber weder „konkrete Vorschläge“ noch Vereinbarungen über dessen Zustandekommen oder die Tagesordnung gegeben. Auch sei ein endgültiges Abkommen über die Ukraine „unmöglich“ ohne „Vertreter Kiews, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, fügte der Kreml-Sprecher hinzu.
Die Regierung in Kiew kritisierte einen möglichen Ukraine-Dreiergipfel ohne Beteiligung ihres Landes. Ein solches Treffen würde lediglich Kreml-Chef Wladimir Putin „ermutigen, diesen Krieg fortzusetzen“, erklärte am Montag der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. Putin „kann den Krieg weder gewinnen noch will er ihn beenden“.
Selenskyj schrieb in sozialen Medien, die Ukraine habe den Krieg mit Russland nie gewollt und auf sämtliche Vorstöße ihrer Partner, ihn zu einem „würdigen Ende“ zu bringen, positiv reagiert. Dass der Kampf weitergehe, liege allein an den russischen Angriffen und dem Willen Moskaus, den Krieg in die Länge zu ziehen.
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