In der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist nach britischen Angaben erneut ein Tanker angegriffen worden. Das in der Meerenge fahrende Schiff sei von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Die Besatzung war demnach in Sicherheit, zu dem Schaden wurde noch nichts bekannt.
Die Behörde machte weder Angaben zur Route des Tankers noch zu seiner Flagge. Auch wurde nicht mitgeteilt, ob das Schiff Rohöl oder Flüssigerdgas (LNG) transportierte.
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Sie steht inzwischen im Zentrum des Konflikts, der Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf Teheran begonnen hatte.
Seitdem beansprucht der Iran die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge, über die vor dem Krieg ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Gaslieferungen lief. Im Gegenzug verhängte Washington eine Blockade gegen iranische Häfen, um Teheran am Ölexport zu hindern. In Folge der Blockaden sind die weltweiten Ölpreise stark gestiegen.
Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hatte die Führung in Teheran am Vortag nach eigenen Angaben eine Antwort aus Washington auf ihren jüngsten Vorschlag erhalten. Konkrete Angaben zum Inhalt machte Teheran jedoch nicht.
Der Iran und die USA hatten die indirekten Gespräche für ein Ende des Kriegs in der vergangenen Woche am Rande der UN-Generaldebatte in New York wiederaufgenommen. Teheran stellt eigenen Angaben zufolge sieben Bedingungen für eine Ende der Angriffe und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. US-Präsident Donald Trump hatte den iranischen Vorschlag bereits am Wochenende zurückgewiesen.
kas
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