Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist weiterhin der unbeliebteste Politiker Deutschlands. Das geht aus dem aktuellen Politiker-Ranking des Meinungsforschungsinstituts Insa für „Bild“ hervor. Wie in der vorangegangenen Erhebung belegt er den letzten Platz.
Bemerkenswert: Merz liegt in dem Ranking damit 0,7 Prozentpunkte hinter Katherina Reiche (Rang 19) und damit weit abgeschlagen. Zwischen Reiche und Schwesig auf Platz 4 liegen ebenfalls nur 0,7 Prozentpunkte.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich hingegen zwei CSU-Politiker: Während zuletzt noch Markus Söder den fünften Platz belegte, wurde er nun von seinem Parteikollegen Alexander Dobrindt überholt und auf den sechsten Platz verdrängt. Söder ist damit nun nicht mehr beliebtester CSU-Politiker.
An der Spitze des Rankings findet wenig Bewegung statt: Boris Pistorius ist weiterhin der beliebteste Politiker Deutschlands, gefolgt vom neuen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Cem Özdemir (Grüne), dem Landeschef von NRW, Hendrik Wüst (CDU), und Manuela Schwesig (SPD), die in wenigen Wochen ihr Amt als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern verteidigen muss.
Auf Platz 7 und 8 kommt es zu Verschiebungen: AfD-Chefin Alice Weidel verbessert sich um drei Plätze auf Platz 7. Die AfD-Politikerin schafft damit den größten Sprung des aktuellen Rankings. Auf Platz 8 folgt FDP-Chef Wolfgang Kubicki.
Das Politiker-Ranking von Insa im Überblick:
- Boris Pistorius (4,81)
- Cem Özdemir (4,28)
- Hendrik Wüst (4,03)
- Manuela Schwesig (3,92)
- Alexander Dobrindt (3,92)
- Markus Söder (3,89)
- Alice Weidel (3,82)
- Wolfgang Kubicki (3,81)
- Thorsten Frei (3,77)
- Johann Wadephul (3,75)
- Julia Klöckner (3,72)
- Sahra Wagenknecht (3,66)
- Heidi Reichinnek (3,57)
- Franziska Brantner (3,48)
- Tino Chrupalla (3,46)
- Lars Klingbeil (3,45)
- Katharina Dröge (3,41)
- Bärbel Bas (3,32)
- Katherina Reiche (3,20)
- Friedrich Merz (2,51)
Für den neuen Unionsfraktionschef Thorsten Frei, der im Juli auf Jens Spahn folgte, hat der neue Job keine positiven Auswirkungen: Der CDU-Politiker verliert drei Plätze, fällt von Rang sechs auf neun.
Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) verschlechtert sich um drei Plätze und liegt damit auf Platz 11. Neu ins Ranking schafft es hingegen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) – er liegt auf Rang 10. Wenig Bewegung am Tabellenende: Weiterhin auf dem drittletzten Platz liegt SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas. Knapp dahinter kommt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
Auch in der Sonntagsfrage muss die Union einen Dämpfer hinnehmen. Die AfD kann in der Umfrage 0,5 Prozentpunkte zulegen und kommt nun auf 29 Prozent.
Die Union stagniert bei 20,5 Prozent, der Rückstand auf die AfD beträgt 8,5 Prozentpunkte. Es ist zwar kein neuer Rekord (im Juli wurde dieser Abstand schon einmal ermittelt), aber es ist der größte Abstand, den Insa in dieser Umfrage je erhoben hat.
Die FDP rutscht um 0,5 Prozentpunkte wieder unter die 5-Prozent-Marke (4,5 Prozent) und würde den Einzug in den Bundestag aktuell nicht schaffen.
Die Insa-Umfragewerte im Überblick:
- AfD: 29 Prozent (+0,5 Punkte)
- CDU/CSU: 20,5 Prozent (+/-0)
- Grüne: 13,5 Prozent (+0,5)
- SPD: 12 Prozent (+/-0)
- Linke: 11 Prozent (-1)
- FDP: 4,5 Prozent (-0,5)
- BSW: 3 Prozent (+/- 0)
- Sonstige: 6,5 Prozent (+0,5)
Für die Insa-Umfrage wurden zwischen dem 21. und 24. August insgesamt 2004 Personen befragt.
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