In Mecklenburg-Vorpommern wachsen einer aktuellen Insa-Umfrage zufolge die Chancen für eine rot-rot-grüne Koalition. Der repräsentativen Befragung für den Neubrandenburger „Nordkurier“ zufolge würden SPD, Linke und Grüne aktuell zusammen auf 45 Prozent kommen. AfD und CDU kämen zusammen auf 46 Prozent. Allerdings schließt die CDU eine Koalition mit der AfD aus. Der neue Landtag in Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt.

Der Umfrage zufolge würden 29 Prozent der Wähler der SPD ihre Stimme geben. Das ist ein Prozentpunkt mehr als bei der letzten Insa-Befragung Ende Juni. Die Linke verharrt demzufolge bei elf Prozent und die Grünen legen um einen Punkt auf fünf Prozent zu.

Allerdings hat auch die AfD weiter in der Wählergunst gewonnen. Der Partei würden laut Insa 36 Prozent der Befragten ihre Stimme geben, ein Prozentpunkt mehr als im Juni. Zur Landtagswahl 2021 hatte die AfD noch 19,3 Prozentpunkte weniger und lag bei 16,7 Prozent der Stimmen.

Die CDU liegt – wie auch schon im Juni – bei 10 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat dagegen im Vergleich zum Juni zwei Punkte verloren und kommt jetzt auf 4 Prozent. Die FDP sitzt der Umfrage zufolge bei 3 Prozent (-2,8 zu 2021) fest.

Die Umfragewerte im Überblick:

  • AfD: 36 Prozent (+1)
  • SPD: 29 Prozent (+1)
  • Grüne: 5 Prozent (+1)
  • Linke: 11 Prozent (±0)
  • CDU: 10 Prozent (±0)
  • BSW: 4 Prozent (-2)
  • FDP: 3 Prozent (±0)

Hinweis: SPD, Linke und Grüne kommen zusammen auf 45 Prozent, nicht 44 Prozent, wie zuvor falsch in der Meldung der dpa stand. Auf eine Mehrheit kommt Rot-Rot-Grün rechnerisch damit noch nicht. Die AfD lag 2021 außerdem nicht bei 19,3 Prozent. Richtig ist, dass sie im Vergleich dazu um 19,3 Prozentpunkte zugelegt hat. Sie hatte 2021 16,7 Prozent erreicht. Wir haben die Fehler der ursprünglichen dpa-Meldung korrigiert und bitten um Entschuldigung.

Insa gibt die Fehlertoleranz mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an. Die Daten beruhen auf einer Onlinebefragung von 1000 Menschen vom 4. bis 11. August.

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