Die AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland in Sachsen will mit einer „Schultour“ gezielt vor Schulen auftreten – und provoziert damit heftigen Widerstand der Grünen in Dresden. „Bis zu den Sommerferien geben wir Schülern überall in Sachsen die Möglichkeit, mit denjenigen ins Gespräch zu kommen, vor denen sie ihre linken Lehrer warnen“, kündigt die Organisation in einem auf Instagram veröffentlichten Aufruf an.
Schulen werden dabei ausdrücklich aufgefordert, die Organisation einzuladen oder per Direktnachricht vorzuschlagen. Zudem teilt die Generation Deutschland in Sachsen sieben Termine, an denen sie in den kommenden Woche vor Berufsschulen in Dresden, Pirna, Bautzen, Grimma und Hoyerswerda unterwegs ist. Das Angebot richtet sich laut Aufruf gezielt an Berufs- und Hochschulen sowie Schulen mit einer Oberstufe.
Scharfe Kritik an dem Vorgehen kommt von der Grünen-Fraktion im Dresdner Stadtrat. Stadträtin Katharina Ringler wirft der Organisation vor, Schulen „für politische Stimmungsmache“ zu instrumentalisieren. „Schulen müssen geschützte Orte des Lernens, der Vielfalt und des demokratischen Miteinanders sein – keine Kulisse für rechtsextremistische Provokationen und Einschüchterung“, erklärte Ringler in einer Pressemitteilung.
Besonders kritisch sehen die Grünen, dass die Aktivisten bewusst vor Schulen auftreten wollen – also außerhalb des Schulgeländes, wo das Hausrecht der Schulleitung nicht greift. „Das Abfangen der jungen Menschen vor dem Schulgelände, auf dem das Hausrecht der Schulleitung nicht gilt, ist unmoralisch und zeigt von der mangelnden Wertschätzung unserer demokratischen Werte.“
Das Vorgehen sei „kalkulierte Polarisierung“ und kein fairer demokratischer Diskurs. Ringler fordert deshalb eine Stellungnahme des Dresdner Bildungsbürgermeisters sowie Unterstützungsangebote für betroffene Schulen.
Die „Schultour“-Termine sind nicht die einzigen Veranstaltungen, mit denen Sachsens Generation Deutschland den Kontakt zu jungen Wählern sucht. So wirbt die Jugendorganisation auf ihrer Instagram-Seite unter anderem mit „Die Generation Deutschland kommt auf Euer Dorffest“, Simson-Treffen, Wanderungen und Volleyball-Turnieren.
Die AfD hatte ihre Jugendorganisation im vergangenen Jahr neu aufgestellt. Ziel war es nach parteiinternen Angaben, den Nachwuchs enger zu kontrollieren und besser vor staatlichen Maßnahmen zu schützen. Die Generation Deutschland Sachsen fand am 31. Januar 2026 in Chemnitz statt. Dabei wurde der Bautzener AfD-Stadtrat Lennard Scharpe zum Vorsitzenden gewählt
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