Bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben die Unterhändler eine Pause eingelegt. „Ende der 15-stündigen Marathongespräche am ersten Tag der Iran-USA-Gespräche in Islamabad“, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim in der Nacht auf Sonntag. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Gespräche würden am Sonntag nach Sonnenaufgang fortgesetzt.

Hochrangige Vertreter der USA und des Iran hatten am Samstag in Islamabad unter Vermittlung Pakistans Gespräche im Bemühen, den Iran-Krieg zu beenden. Die USA werden von US-Vizepräsident J.D. Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner vertreten. Für den Iran sind unter anderem Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi nach Islamabad gereist.

US-Vizepräsident J.D. Vance (l.) spricht mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif in Islamabad

„Wir haben sie militärisch besiegt“, sagt Trump

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die Bedeutung der Friedensgespräche mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad kleingeredet. „Ob wir einen Deal machen oder nicht, macht für mich keinen Unterschied“, sagte Trump am Samstag am Weißen Haus zu Journalisten. „Der Grund ist, dass wir gewonnen haben.“

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Die USA würden „sehr tiefgehende Verhandlungen“ mit dem Iran führen, hätten aber ohnehin gewonnen, sagte der US-Präsident. „Wir haben sie militärisch besiegt.“

USA stellen laut iranischen Medien „inakzeptable Forderungen“

Der Iran bezeichnete die Forderungen der USA bei den Friedensgesprächen derweil als „inakzeptabel“. Das berichteten mehrere Medien.

„Die USA stellen exzessive Forderungen bezüglich der Straße von Hormus und haben auch in mehreren anderen Fragen inakzeptable Forderungen gestellt“, berichtete etwa am Samstagabend die Nachrichtenagentur Fars. Auch die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von „exzessiven Forderungen“ der USA, vor allem zur Straße von Hormus.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen weltweit die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen. US-Präsident Donald Trump fordert die bedingungslose Freigabe der wichtigen Meerenge.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien vor wenigen Tagen auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden. Die Positionen der Kriegsparteien liegen aber extrem weit auseinander.

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