In den USA sind bei zwei gewalttätigen Angriffen mehrere Menschen getötet oder verletzt worden. In Virginia eröffnete ein verurteilter Unterstützer des Islamischen Staates (IS) in einem Universitäts-Hörsaal das Feuer, tötete eine Person und ​verletzte zwei weitere, bevor er selbst ums Leben kam. In Michigan fuhr ein im Libanon geborener US-Bürger mit seinem Lastwagen in eine Synagoge samt Vorschule und wurde erschossen.

In West Bloomfield in Michigan verhinderte das schnelle Handeln der Sicherheitskräfte der angegriffenen Synagoge nach Meinung der Behörden, dass außer dem Angreifer noch jemand im Tempel Israel und seiner Kindertagesstätte ums Leben kam. Ein Sicherheitsbeamter sei von dem Fahrzeug des Mannes erfasst und kurzzeitig bewusstlos gewesen, sagte der Sheriff von Oakland County, Michael Bouchard, vor Reportern. Alle 140 Kinder der Vorschule seien sicher evakuiert worden. 30 Polizisten mussten jedoch wegen Rauchvergiftungen ⁠ins Krankenhaus, nachdem ​sich die Synagoge nach dem Einschlag ‌des Lastwagens mit Rauch gefüllt hatte. „Was in der Welt geschieht, wirkt sich manchmal auf uns aus, also müssen wir uns darauf vorbereiten“, sagte Bouchard.

Das US-Heimatschutzministerium identifizierte den Fahrer des Lastwagens als den 41-jährigen Ayman Ghazali, der im Libanon geboren wurde und 2016 die US-Staatsbürgerschaft erhielt. CBS News berichtete, bei einem israelischen Luftangriff auf das Heimatdorf Ghazalis im Libanon vor etwa zehn Tagen seien zwei seiner Brüder und zwei seiner Kinder getötet worden. Das FBI, das die Ermittlungen leitet, sprach von einem „gezielten Gewaltakt gegen die jüdische Gemeinde“.

Der mit einem Gewehr bewaffnete Mann wurde während der Konfrontation getötet.

Nach Angaben des Weißen Hauses wurde US-Präsident Donald Trump umgehend über den Vorfall informiert. Er sprach von einer „schrecklichen Sache“ und nannte es „absolut unglaublich, dass solche Dinge passieren“. „Das ist herzzerreißend“, teile die Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, mit. „Die jüdische Gemeinde von Michigan sollte in Frieden leben und ihren Glauben ausüben können.“

„Antisemitismus hat in Michigan keinen Platz und kann nicht toleriert werden“, sagte die ⁠Generalstaatsanwältin von Michigan, Dana Nessel, in einer Erklärung. „In Momenten wie diesen ​ist es wichtiger denn je, dass wir zusammenkommen, unseren Nachbarn beistehen, dem Hass entgegentreten, wo immer er auftaucht, und stärkere Gemeinschaften aufbauen.“

Unabhängig davon leitete das FBI eine Terrorismusuntersuchung zu einem Schusswaffenangriff ein, der sich früher am ⁠Donnerstag an der ‌Old Dominion University in Norfolk, Virginia, ereignete. Dabei ​wurde ⁠eine Person getötet und zwei weitere, beides ​Angehörige der US-Armee, verletzt. Der Schütze in diesem Fall wurde ebenfalls getötet. Nach Angaben einer FBI-Agentin starb er durch die ‌Hand einer ​Gruppe von Studenten des Reserveoffiziers-Ausbildungscorps (ROTC), die ihn überwältigten. Sie sagte, der Verdächtige habe „Allahu Akbar“ gerufen, bevor er das ‌Feuer ‌eröffnete. FBI-Beamte identifizierten den Schützen als Mohamed Jalloh. Der Mann habe sich 2016 für schuldig bekannt, den Islamischen Staat materiell unterstützt zu haben. 2024 sei er aus dem Gefängnis ​entlassen worden.

Seit dem Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran sind die Behörden in den USA wegen möglicher Anschläge in erhöhter Alarmbereitschaft. Zuletzt hatte es Schüsse auf das US-Konsulat im kanadischen Toronto und eine Explosion vor der US-Botschaft im norwegischen Oslo gegeben.

Korrekturhinweis: In einer früheren Version hieß es, der mutmaßliche Angreifer sei mit einem Auto gegen die Synagoge gefahren. Tatsächlich war es ein Lkw. Wir haben den Artikel angepasst.

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