Israel und die USA greifen seit mehr als einer Woche den Iran an. Nach der Tötung des geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei wurde dessen Sohn, Modschtaba Chamenei, zum Nachfolger gewählt. Seit Kriegsbeginn beschießt der Iran Israel und die Golf-Staaten mit Drohnen und Raketen. Zwischen Israel und der im Libanon operierenden Terrormiliz Hisbollah ist eine zweite Front entstanden. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
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23:17 Uhr – US-Militär: Tankflugzeug im Irak abgestürzt
Ein US-Militärtankflugzeug ist im Irak abgestürzt. Die Rettungsmaßnahmen seien im Gange, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) am Donnerstag mit. Das Flugzeug vom Typ KC-135 war Teil der Militäroperation gegen den Iran, doch der Absturz sei weder durch feindlichen Beschuss noch durch Eigenbeschuss verursacht worden, erklärte das Militär in einer Mitteilung. Laut Centcom waren zwei Flugzeuge beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere sei im Westen des Irak abgestürzt. Aktuell ist unklar, ob es Opfer gibt.
„Weitere Informationen werden veröffentlicht, sobald sich die Lage weiterentwickelt“, erklärte das Regionalkommando. „Wir bitten weiterhin um Geduld, damit zusätzliche Details gesammelt und den Familien der Soldaten Klarheit gegeben werden kann.“
22:37 Uhr – Netanjahu: Iranischer Atomwissenschaftler getötet
Bei den israelischen Angriffen auf den Iran ist nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auch ein ranghoher iranischer Atomwissenschaftler getötet worden. Das teilte Netanjahu bei einer Pressekonferenz mit. Bereits während des Zwölftagekriegs im vergangenen Jahr hatte Israel gezielt iranische Atomwissenschaftler getötet. Den neuen obersten Führer des Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, bezeichnete der israelische Regierungschef bei der Pressekonferenz als „Marionette der Revolutionsgarde“, die nicht öffentlich auftreten könne.
22:20 Uhr – Irak: Sechs französische Soldaten bei Drohnenangriff verletzt
Bei einem Drohnenangriff auf einen gemeinsamen Stützpunkt der Peschmerga und der französischen Armee im nordirakischen Machmur sind mindestens sechs französische Soldaten verletzt worden. Dies teilten der Gouverneur von Erbil, Omed Koschnaw, und ein Vertreter der Sicherheitsbehörden mit. Eine Stellungnahme aus Frankreich lag nicht vor.
21:57 Uhr – Revolutionsgarden: Straße von Hormus bleibt geschlossen
Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei folge.
Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormus unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hieß es weiter. Die Garden wollen nach eigenen Angaben auch ihre Angriffe gegen Ziele der USA und Israels in der Region „mit voller Kraft“ fortsetzen.
21:25 Uhr – Iranischer Botschafter: Chamenei bei Angriff nur leicht verletzt
Der neue Oberste Führer im Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, soll bei dem Angriff, bei dem sein Vater getötet wurde, nach Angaben eines iranischen Botschafters nur leichte Verletzungen erlitten haben. „Es handelt sich nicht um eine schwere Verletzung, und er erholt sich“, sagte Mir Massud Hosseinian, Irans Botschafter in Tunesien, der Nachrichtenagentur AP.
Chamenei war bei seiner ersten Stellungnahme als Oberster Führer am Donnerstag nicht vor die Kamera getreten. Das hatte Spekulationen über seinen Gesundheitszustand genährt. Nach israelischen Geheimdiensteinschätzungen wurde er verwundet, als sein Vater Ali Chamenei zu Beginn des Krieges getötet wurde. Von iranischer Seite gab es dazu kaum Informationen.
20:58 Uhr – Israelische Armee: Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran angegriffen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran geflogen. „In den vergangenen 24 Stunden (...) hat die israelische Luftwaffe Straßensperren und Basidsch-Mitglieder ins Visier genommen“, teilten die israelischen Streitkräfte mit. Diese hatten laut eigenen Angaben beobachtet, dass die Miliz kürzlich Straßensperren in verschiedenen Teilen der iranischen Hauptstadt errichtet hatte.
20:56 Uhr – Netanjahu: Iran nach US-israelischen Angriffen „nicht mehr derselbe“
Israels Ministerpräsident Netanjahu zufolge ist der Iran nach fast zwei Wochen gemeinsamer US-israelischer Angriffe „nicht mehr derselbe“. Die Revolutionsgarden und Basidsch-Kräfte hätten schwere Schläge erlitten, sagt Netanjahu bei seiner ersten Pressekonferenz seit Kriegsbeginn. Er spreche fast täglich mit US-Präsident Donald Trump. Man wolle den Iran daran hindern, Atom- und Raketenprojekte unter die Erde zu verlegen.
Israel könne Bedingungen für einen Regimewechsel schaffen, aber das iranische Volk müsse auf die Straße gehen. Auf die Frage nach Irans neuem geistlichem Oberhaupt Modschtaba Chamenei und Hisbollah-Chef Naim Kassem sagt Netanjahu: „Ich würde keine Lebensversicherung für diese Führer abschließen.“
20:02 Uhr – Irans Sicherheitschef: Iran verteidigt sich, bis USA ihre „schwere Fehlkalkulation“ bereuen
Der Iran will sich nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Laridschani so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre „schwere Fehlkalkulation“ bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben. „Einen Krieg zu beginnen ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen“, erklärte Laridschani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde „nicht nachlassen“, bis die USA ihr Vorgehen bereuten.
19:52 Uhr – Zwei Wissenschaftler bei Angriff nahe Universität im Libanon getötet
Bei einem israelischen Luftangriff nahe der einzigen staatlichen Universität des Libanons sind nach libanesischen Angaben zwei Wissenschaftler getötet worden. Präsident Joseph Aoun verurteilte den Angriff auf den Campus in Hadath bei Beirut als „Verbrechen“ und Verstoß gegen internationales Recht. Unter den Opfern seien der Wissenschaftsdekan Hussein Bassi und der Professor Mortada Srur. Ob der Campus selbst Ziel des Angriffs war, blieb zunächst unklar.
Nach Angaben von Benjamin Netanjahu habe es sich unter anderem um Experten gehandelt, die an der Entwicklung von Atomwaffen beteiligt gewesen seien, sagte er bei einer Pressekonferenz. Bereits während des Zwölftagekriegs im vergangenen Jahr hatte Israel gezielt iranische Atomwissenschaftler getötet.
18:15 Uhr – Iran: Hormus-Durchfahrt bei Abstimmung mit unserer Marine möglich
Das iranische Außenministerium äußert sich zur Lage in der Straße von Hormus. Viele Schiffe könnten die Meerenge weiterhin passieren – sofern sie sich mit der iranischen Marine abstimmten, heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Mehr verbreiteten Erklärung von Ministeriumssprecher Esmaeil Baghaei. Zu den Bedingungen vor dem Kriegsbeginn am 28. Februar könne es aber nach den gegenwärtigen Ereignissen generell keine Rückkehr geben, fügt er hinzu.
17:24 Uhr – Italien zieht Soldaten im Irak „vorläufig“ ab
Italien zieht nach einem Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt im nordirakischen Erbil seine dort stationierten Soldaten vorübergehend ab. Der Rückzug erfolge „lediglich vorläufig“, sagte Verteidigungsminister Guido Crosetto dem Fernsehsender Rai Uno. Den Abzug hatten zuvor sein Ministerium und das Außenministerium bekanntgegeben, eine Evakuierungsaktion lief demnach bereits.
Den Angriff auf den italienischen Stützpunkt hatte Außenminister Antonio Tajani zuvor im Onlinedienst X bestätigt. Bei der Attacke wurde demnach niemand verletzt. Laut kurdischen Sicherheitskreisen hatte die US-geführte Koalition, deren Soldaten auf dem Flughafen in Erbil stationiert sind, am Mittwoch Drohnen über der Stadt abgefangen.
17:10 Uhr – Irans neuer Anführer schwört in Botschaft „Rache“ – Trump nennt Iran „Reich des Bösen“
In seiner ersten Botschaft im iranischen Staatsfernsehen erklärte Chamenei, die „Rache“ werde so lange zu den Prioritäten Irans gehören, bis sie „vollständig umgesetzt“ sei. Zugleich forderte er die Staaten der Golfregion und des Nahen Ostens auf, US-Militärstützpunkte zu schließen. Die Versprechen der Vereinigten Staaten, Sicherheit und Frieden zu bringen, seien „nichts weiter als eine Lüge“.
Derweil hat Trump den Iran als das „Reich des Bösen“ bezeichnet, das am Bau von Atomwaffen gehindert werden müsse. Die Ölpreise seien demgegenüber nur zweitrangig, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. „Die Vereinigten Staaten sind mit großem Abstand der größte Ölproduzent der Welt, daher verdienen wir viel Geld, wenn die Ölpreise steigen“. Er äußerte sich nach einer Angriffswelle des Iran gegen Ölanlagen und Tanker in der Region. Danach stiegen die Ölpreise wieder über die 100-Dollar-Marke.
16:47 Uhr – Israel startet Angriffswelle auf Beirut
Das israelische Militär hat Videoaufnahmen von Reuters zufolge bei seinem Luftangriff auf Beirut ein Gebäude in der Nähe des Regierungssitzes getroffen. Demnach wurde ein Haus im Zentrum zweimal beschossen, das weniger als einen Kilometer vom Sitz der Regierung entfernt ist. Kurz zuvor hat das israelische Militär eine neue Angriffswelle mit dem Ziel Beirut angekündigt. Im Süden der libanesischen Hauptstadt hat die radikal-islamische Hisbollah Hochburgen.
Im Libanon sind nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums bislang 687 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen. Israel hat seine Angriffe am 2. März begonnen und damit einen Zwei-Fronten-Krieg gestartet.
16:35 Uhr – Trump rät Iran aus Sicherheitsgründen von WM-Teilnahme ab
Der US-Präsident erklärt, die iranische Fußball-Nationalmannschaft sei bei der Weltmeisterschaft 2026 willkommen. Er glaube jedoch nicht, dass eine Teilnahme „für deren eigenes Leben und Sicherheit“ angemessen sei, schreibt Trump auf Truth Social. Irans Sportminister hatte am Mittwoch nach US-Luftangriffen an der Seite Israels auf Teheran erklärt, der Iran könne nicht an der WM teilnehmen. Das Turnier mit 48 Teams findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt. Der Iran soll Spiele in Los Angeles und Seattle austragen.
16:30 Uhr – Chamenei: Mein Vater starb mit geballter Faust
Der neue Oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, hat in seiner ersten Stellungnahme auch über den Tod seines Vaters und Amtsvorgängers berichtet. „Ich hatte die Ehre, seinen Leichnam nach seinem Märtyrertod zu sehen“, erklärte Chamenei. „Was ich sah, war ein Berg von Standhaftigkeit, und mir wurde gesagt, dass die Faust seiner unversehrten Hand geballt gewesen sei“.
Chamenei berichtete, bei dem Luftangriff Ende Februar seien auch seine Frau, eine seiner Schwestern, seine Nichte und der Ehemann seiner anderen Schwester getötet worden.
15:30 Uhr – Irans neuer Oberster Führer: Straße von Hormus soll geschlossen bleiben
Irans neuer Oberster Führer hat erklärt, dass die Straße von Hormus geschlossen bleiben solle. Der Hebel, den die Schließung des Seewegs bietet, müsse „auf jeden Fall weiterhin genutzt werden“, sagte Modschtaba Chamenei in seinen ersten öffentlichen Äußerungen als Nachfolger seines getöteten Vaters. Zudem drohte er mit einer Verschärfung der Maßnahmen in Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA gegen den Iran.
Seine erste Stellungnahme wurde von einem Nachrichtensprecher im staatlichen Fernsehen verlesen. Das iranische Staatsfernsehen erklärte nicht, warum der 56-jährige Chamenei nicht selbst vor der Kamera erschien. Einschätzungen des israelischen Geheimdienstes zufolge wurde er im Krieg verwundet – wahrscheinlich bei einem israelischen Angriff am 28. Februar, bei dem sein Vater getötet wurde.
15:07 Uhr – Wadephul fordert in Türkei Verhandlungslösung
Außenminister Johann Wadephul fordert eine gemeinsame politische Kraftanstrengung von Europäern und Golf-Anrainern für ein rasches Ende des Iran-Krieges. Er sei „der Überzeugung, dass eine verlässliche und tragfähige Lösung nur auf diplomatischem Weg erreicht werden kann“, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan in der Hauptstadt Ankara. Eine wesentliche Erkenntnis aus seiner Reise in den vergangenen Tagen sei, „dass wir die gemeinsamen Interessen aus der Golfregion, aber auch hier aus der Nachbarschaft bündeln sollten“.
14:40 Uhr – Chamenei droht den Golfstaaten und fordert Rache
Der Iran schreckt nach den Worten Modschtaba Chamaneis nicht davor zurück, Rache für den Tod seiner „Märtyrer“ zu nehmen. Er fordert zudem: Alle US-Militärstützpunkte in der Region müssten geschlossen werden. „Wir glauben an die Freundschaft mit unseren Nachbarn und greifen nur die Stützpunkte an“, erklärt er. „Und wir werden dies unweigerlich fortsetzen.“
14:36 Uhr – Erste öffentliche Botschaft des neuen Obersten Führer
Der Sohn und Nachfolger des getöteten Ajatollah Ali Chamenei, Modschtaba Chamenei, wendet sich mit einer Stellungnahme an sein Volk. Die Erklärung wird von einem Sprecher im Staatsfernsehen verlesen.
14:20 Uhr – Medien: Priester im Libanon womöglich durch Hisbollah-Rakete getötet
Der bei den Kampfhandlungen im Südlibanon getötete Priester Pierre El-Rahi ist möglicherweise durch eine Hisbollah-Rakete ums Leben gekommen. Wie die libanesische Zeitung „L'Orient – Le Jour“ meldete, ergab eine Untersuchung des israelischen Militärs, dass der Vorfall in dem Dorf Qlayaa am Montag mit einem Angriff der pro-iranischen Miliz auf Israel in Zusammenhang stand. Der Bürgermeister des Ortes sprach laut der Zeitung von „Lügen“.
13:57 Uhr – General kritisiert religiöse Aufladung durch Trump-Umfeld
Der Brigadegeneral a.D. Klaus Wittmann kritisiert die religiöse Aufladung des Iran-Kriegs durch das Umfeld von US-Präsident Donald Trump als problematisch und politisch motiviert. Trump stütze sich auf die evangelikalen Christen, diese erhöhten Trump teilweise religiös und glaubten, sein Handeln sei Teil von Gottes Plan, sagte Wittmann dem in Berlin erscheinenden Portal evangelische-zeitung.de.
Zugleich hält Wittmann die strategisch-operativen Ziele – etwa die Verhinderung iranischer Atomwaffen – für unterstützenswert angesichts der Gefahr, die vom Iran seit Jahrzehnten ausgehe. Wittmann war von 2003 bis 2008 Berliner Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
12:29 Uhr – Laut UNHCR bis zu 3,2 Millionen Menschen im Iran auf der Flucht
Nach Schätzungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, UNHCR, sind durch den Nahostkonflikt im Iran bis zu 3,2 Millionen Menschen vorübergehend in die Flucht gezwungen worden. Die meisten von ihnen flüchteten aus der schwer angegriffenen Hauptstadt Teheran und andere Ballungsgebieten in den Norden und ländliche Gebiete, teilte das UNHCR in Genf mit. Die 3,2 Millionen Menschen stammen den Angaben zufolge aus 600.000 bis einer Million Haushalte. Die Zahl der Menschen auf der Flucht könne weiter steigen.
11:44 Uhr – Iran warnt vor Invasion seiner Inseln – „Werden den Golf mit dem Blut der Invasoren tränken“
Der iranische Parlamentspräsident warnt vor einer Invasion iranischer Inseln. Ein solcher Einsatz werde alle „Zurückhaltung“ zunichtemachen sagte Mohammed Bagher Kalibaf auf X. „Wir werden jede Zurückhaltung aufgeben und den Persischen Golf mit dem Blut der Invasoren tränken“, fügte der frühere General hinzu. „Das Blut der amerikanischen Soldaten liegt in (US-Präsident Donald) Trumps persönlicher Verantwortung.“
Der Iran hält drei Inseln besetzt, die er vor seiner Gründung 1971 von den Vereinigten Arabischen Emiraten eroberte. Es gab zudem Spekulationen, die USA könnten die Insel Charg im Persischen Golf, Irans wichtigsten Ölhafen, ins Visier nehmen. Ein solcher Schritt gilt allerdings auch aus militärischer Sicht als äußerst risikobehaftet.
11:29 Uhr – Bericht: Iran fordert für Waffenruhe US-Garantie gegen künftige Angriffe
Der Iran hat dem Vernehmen nach regionalen Vermittlern mitgeteilt, dass die USA für eine Waffenruhe garantieren müssten, dass weder sie noch Israel das Land künftig angreifen werden. Das Land sei insbesondere besorgt, dass Israel nach dem Ende des derzeitigen Krieges erneut zuschlagen werde, sagten informierte Personen Bloomberg.
Es ist unklar, ob die USA einer solchen Zusicherung zustimmen — und ob sie Israel zu einer entsprechenden Garantie verpflichten könnten. Die Hinterzimmergespräche werden von europäischen und nahöstlichen Ländern vermittelt, sagten die Informanten.
11:24 Uhr – Bericht: China drosselt Export raffinierter Ölprodukte
Um die heimische Wirtschaft vor den Auswirkungen des Iran-Krieges zu schützen, drosselt China einem Medienbericht zufolge die Ausfuhr raffinierter Ölprodukte. Wegen des Krieges in Nahost hätten chinesische Raffinerien damit begonnen, vereinbarte Exportlieferungen raffinierter Kraftstoffe zu stornieren, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.
China ist der weltweit größte Importeur von Rohöl und die Raffinerien der Volksrepublik, die das Rohöl aufbereiten, bedienen hauptsächlich den riesigen Inlandsmarkt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Laut offizieller Zollstatistik exportierte China im vergangenen Jahr aber auch verschiedene raffinierte Ölprodukte, darunter Benzin, Diesel und Kerosin, im Umfang von insgesamt 58 Millionen Tonnen.
09:58 Uhr – Iran meldet neue Raketenangriffe auf Israel – Explosionen über Jerusalem
Der Iran hat nach eigenen Angaben neue Raketenangriffe auf Israel ausgeführt. Dabei seien Militärstützpunkte und das Hauptquartier des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet ins Visier genommen worden, teilte die iranische Armee mit.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von lauten Explosionen über Jerusalem. Zuvor war in der Stadt Luftalarm ausgelöst worden. Die israelische Armee erklärte, es seien mehrere Raketen aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuert worden. „Die Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren“, schrieb die Armee im Onlinedienst Telegram.
09:31 Uhr – Irakische Behörden schließen Ölhäfen nach tödlichem Angriff – indischer Seemann stirbt
Bei einem Angriff auf den Hafen von Basra im Irak ist mindestens ein Mensch getötet worden. Infolge des Vorfalls stellten die irakischen Behörden den Betrieb aller Ölterminals des Landes ein. Die Handelshäfen seien weiter geöffnet, hieß es in einer Mitteilung des Generaldirektors der irakischen Hafenbehörde, Farhan al-Fartusi, die von der staatlichen Nachrichtenagentur INA veröffentlicht wurde.
Der Angriff habe ein Schiff getroffen, das im Hafen von Basra im Persischen Golf an einem Öltransfer beteiligt gewesen sei, teilte Al-Fartusi mit. Es sei noch unklar, ob das Schiff von einer Drohne oder Rakete aus der Luft oder vom Meer aus getroffen worden sei. Rettungskräfte hätten einen Toten geborgen und 38 Menschen nach dem Angriff versorgt. Bei dem Todesopfer habe sich um einen indischen Seemann gehandelt, teilte die indische Botschaft in Bagdad am Donnerstag mit. Getroffen worden sei das unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Schiff „Safesea Vishnu“.
08:24 Uhr – Politiker fordern Vorbereitung auf mögliche Fluchtbewegung aus Iran
Bundestagsabgeordnete verschiedener Parteien drängen darauf, sich auf eine mögliche große Fluchtbewegung vom Iran Richtung Westen vorzubereiten. Er hoffe, dass die Prognosen von EU-Migrationskommissar Magnus Brunner „verlässlich und belastbar“ seien, wonach derzeit keine massenhafte Fluchtbewegung zu erwarten sei, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler, dem „Handelsblatt“.
Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, sagte dem Blatt, es sei wichtig, Vorbereitungen zu treffen, um unübersichtliche Situationen zu vermeiden. Die Bundesregierung müsse sicherstellen, dass kein Chaos entstehe und humanitäre Standards eingehalten würden.
Der CSU-Innenpolitiker Siegfried Walch dringt unterdessen auf einen strikten Schutz der deutschen Grenzen und lückenlose Kontrollen. „Die Sicherheit in Deutschland muss zu jeder Zeit oberste Priorität haben“, sagte der Bundestagsabgeordnete.
06:53 Uhr – Iran attackiert Ölsektor am Golf
Während US-Präsident Trump erneut ein baldiges Ende des Iran-Krieges in Aussicht stellt, nehmen die iranischen Streitkräfte immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. Der Überblick aus der Nacht:
- In Bahrain griff der Iran nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen an.
- Bei einem iranischen Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf kam nach Angaben der irakischen Regierung mindestens ein Mensch ums Leben.
- Ein unter thailändischer Flagge fahrender Frachter wurde nahe der Straße von Hormus von iranischen Raketen getroffen.
- Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten am frühen Morgen, die Luftabwehr bekämpfe eine Bedrohung durch Raketen. In Dubai stürzte in der Nacht zudem eine Drohne auf ein Wohngebäude.
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