Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat die europäischen Staaten für ihr Auftreten gegenüber US-Präsident Donald Trump heftig kritisiert. „Alle verbeugen sich. Ich hätte Knieschoner für alle Staats- und Regierungschefs mitbringen sollen“, sagte der Politiker der Demokratischen Partei am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos vor Journalisten. Newsom selbst veröffentlichte seine Aussagen vor Journalisten in einem Video auf X.

„Ich hoffe, die Menschen erkennen, wie erbärmlich sie auf der Weltbühne wirken“, sagte Newsom. Donald Trump sei ein „T-Rex“ und eine „Abrissbirne“. „Entweder verbündet man sich mit ihm oder er verschlingt einen. Es ist Alarmstufe Rot. Ihr spielt immer noch nach alten Regeln. Die ganze Welt ist mit diesem Typen konfrontiert. Es ist das Gesetz des Dschungels“, warnte er die Europäer davor, ihre bisherige Strategie der Diplomatie aufrechtzuerhalten.

Hinter Donald Trumps Rücken würden alle reden und lachen, doch direkt vor ihm schmeichelten sie ihm. „Das ist peinlich. Das ist ein schlechtes Vorbild für unsere Kinder, für Generationen. Das ist keine Diplomatie, das ist Dummheit.“

Zugleich sei in den USA zu sehen, was Trump vorhabe. Newsom verwies auf den Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE, die Donald Trump zufolge gegen illegale Einwanderung vorgehen soll. Allerdings steht die Behörde in der Kritik, es kommt immer wieder zu Gewaltvorwürfen. Erst kürzlich war eine 37-jährige Frau in Minneapolis gestorben, nachdem ein ICE-Beamter auf sie geschossen hatte. Gavin Newsom sagte: „Dieser Typ baut einen Polizeistaat auf. Menschen verschwinden. Hört auf mit dieser Bullshit-Diplomatie der Nettigkeiten. Zeigt Rückgrat, verdammt noch mal.“

Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung, die wie WELT zum Axel-Springer-Verlag gehört, legte Newsom nach. Nachdem Donald Trump private Nachrichten von Emmanuel Macron und Nato-Generalsekretär Mark Rutte veröffentlicht hatte, sagte Newsom: „Wahnsinn. Einfach nur Wahnsinn. Die Worte und Taten des Präsidenten von heute zeigen: Dieser Moment ist existenziell. Antwortet verhältnismäßig darauf! Denn wenn ihr es nicht macht, muss euch klar sein: Dieser Typ versteht nur Stärke. Und noch wichtiger: eine gemeinsame Stimme. Sonst wird es in den nächsten Jahren immer mehr Fälle wie den in Grönland geben.“

Der US-Präsident vertrete nicht die Mehrheit der Amerikaner, betonte Newsom. Seine Politik und Persönlichkeit werde in den USA immer unpopulärer. Was Trump stoppen könne, seien die Märkte. „Was ist mit den Anleihemärkten? Nur denen schenkt er wirklich Aufmerksamkeit.“ Gavin Newsom gilt als möglicher demokratischer Kandidat für die US-Präsidentschaftswahl 2028.

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