Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund verlangen in Deutschland laut einem Medienbericht von Zuwanderern mehr Anstrengungen zur Integration als die Deutschen selbst. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe mit Bezug auf eine repräsentative Umfrage im Auftrag der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie liegt den Zeitungen vorab vor.
Laut dem Vorabbericht forderte die große Mehrheit aller für die Studie Befragten von Zuwanderern, dass sie die deutsche Sprache lernen. Bei den Ausländern waren die Zustimmungswerte demnach am höchsten: Während 72 Prozent der Deutschen ohne Migrationshintergrund sagten, dass Menschen, die in Deutschland leben, auf jeden Fall auch die deutsche Sprache lernen sollten, waren es bei den befragten Ausländern 83 Prozent.
Ein ähnliches Bild ergab auch die Frage, ob sich Zuwanderer kulturell anpassen sollten: Auch hier forderten Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund konsequenter Integration ein als Deutsche ohne Migrationshintergrund.
13 Prozent der Befragten fühlen sich von Frauen mit Kopftuch gestört
Für die Studie „Integrationsvorstellungen in der Bevölkerung“ seien zudem konkrete Alltagssituationen abgefragt worden, heißt es in dem Bericht weiter. Demnach fühlten sich 13 Prozent der Befragten von einer muslimischen Frau mit Kopftuch gestört – die größte Ablehnung habe es bei Deutschen ohne Migrationshintergrund gegeben.
Durch einen Mann in Frauenkleidern fühlen sich 15 Prozent gestört – hier waren es vor allem Zuwanderer, die ein Störgefühl hatten. Durch eine Begegnung mit erkennbar Rechtsextremen fühlte sich der Studie zufolge eine große Mehrheit gestört: 40 Prozent stimmen der Aussage „völlig“ zu, weitere 25 Prozent stimmen „eher“ zu. 14 Prozent gaben an, ihnen mache eine Begegnung mit einem Rechtsextremen nichts aus.
Für die Studie im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung wurden dem Vorabbericht zufolge von Oktober 2024 bis Januar 2025 insgesamt 3.015 Personen in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist nach Angaben der Studienautoren repräsentativ für Deutsche ohne Migrationshintergrund, Deutsche mit Migrationshintergrund sowie Ausländer.
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