AfD-Landesschatzmeister Matthias Lieschke ist aus der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt ausgeschlossen worden. Diese Entscheidung sei in einer Sitzung am Montag beschlossen worden, teilte die AfD-Landtagsfraktion mit.
Der Politiker aus dem Landkreis Wittenberg sei damit mit sofortiger Wirkung nicht länger Mitglied der Fraktion.
Lieschke werde unter anderem schweres partei- und fraktionsschädigendes Verhalten vorgeworfen, heißt es. Ein Kreisspitzentreffen, das Anfang Dezember vergangenen Jahres als Videokonferenz stattfand, soll er heimlich aufgenommen und die Audiodatei weitergeleitet haben.
„Zum Schutz der Fraktion“
Lieschke, der bislang auf Platz 20 der AfD-Landesliste bei der Landtagswahl steht, habe sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. In einer ausführlichen Aussprache der Fraktion habe er die Vorwürfe gegen ihn „in keiner Weise entkräften“ können, heißt es. „Daher sah sich die Fraktion gezwungen, Herrn Lieschke zum Schutz der Fraktion sowie zur Ermöglichung einer weiteren vertrauensvollen parlamentarischen und politischen Arbeit aus ihren Reihen auszuschließen.“
Nach Informationen von „Bild“ soll Lieschke eine Videokonferenz der Kreisspitzen heimlich mitgeschnitten haben. Thema soll darin ein geplantes Ausschlussverfahren gegen Ex-Generalsekretär Jan Wenzel Schmidt gewesen sein.
Der Beschluss wäre mit 20 Ja-Stimmen und einer Neinstimme gefasst worden. In Sachsen-Anhalt findet die nächste Landtagswahl am 6. September statt.
Die AfD ist in Umfragen mit Abstand stärkste Kraft. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat als Ziel eine Alleinregierung ausgegeben.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke