Gegen den Antisemitismusbeauftragten des Landes Brandenburg, Andreas Büttner, ist erneut ein Anschlag verübt worden. Dies wurde dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Sonntag aus Sicherheitskreisen und vom Landesbeauftragten bestätigt. Die Ermittlungen zu dem Brandanschlag auf einen Schuppen auf seinem Privatgrundstück in Templin führt nach Polizeiangaben der Staatsschutz des Landeskriminalamtes.

An einem angrenzenden Schuppen wurde nach Polizeiangaben ein verfassungsfeindliches Symbol angebracht. Der Brandanschlag sei in der Nacht zu Sonntag verübt worden, hieß es. Bei dem verfassungsfeindlichen Symbol handelt es sich nach epd-Informationen um ein sogenanntes Hamas-Dreieck.

Das rote Dreieck wurde vielfach bei propalästinensischen Aktionen benutzt und ist als Kennzeichen der islamistischen Terrororganisation Hamas verboten. Das Symbol wird von der Hamas und ihren Unterstützern benutzt, um Ziele zu markieren.

„Massive Eskalation“

Büttner sagte am Sonntag in Templin, der Angriff sei „eine massive Eskalation“. Er richte sich gegen ihn persönlich, gegen seine Familie und gegen sein Zuhause. „Zugleich ist er Ausdruck von Hass und Einschüchterung“, betonte der Antisemitismusbeauftragte. Er werde sich jedoch davon nicht einschüchtern lassen.

„Wer glaubt, mit Gewalt, Brandstiftung oder Bedrohung etwas zu erreichen, irrt“, sagte Büttner: „Solche Taten führen nicht dazu, dass ich leiser werde oder meinen Einsatz infrage stelle, sie bestärken mich in dem, was ich tue.“

Seit 2024 im Amt

Im August 2024 war in Templin ein rechtsextremer Anschlag auf das Privatauto von Büttner verübt worden. Dabei waren unter anderem Hakenkreuze in das Fahrzeug geritzt worden. Der Antisemitismusbeauftragte hatte sein Amt im Juni 2024 übernommen. Davor war der Polizeibeamte Abgeordneter der Linken im brandenburgischen Landtag. 2018 und 2019 war er Staatssekretär im brandenburgischen Sozialministerium.

Zu dem Anschlag in der Nacht zu Sonntag sagte Büttner, er sei dankbar für das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und der Polizei. „Meine Familie befand sich zu diesem Zeitpunkt im Haus“, sagte er: „Wir sind körperlich unverletzt, stehen aber unter dem Eindruck eines schweren Angriffs.“

Büttner betonte, er bitte darum, ihm und seiner Familie „am heutigen Tag die notwendige Ruhe zu geben und von weiteren Anfragen zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen“.

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