In der nordfranzösischen Stadt Évreux ist am frühen Samstagmorgen ein Auto in eine Gruppe von Fußgängern gefahren. Dabei kam ein 30-jähriger Mann ums Leben. Fünf weitere Personen wurden bei dem Vorfall vor einer Weinbar verletzt, zwei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Das berichten französische Medien übereinstimmend, darunter „France bleu“.

Der französische Sender RTL.fr berichtet, dass es zuvor eine Auseinandersetzung gegeben habe. Danach „wollte eine Person ein Fahrzeug holen (...) und fuhr absichtlich mit hoher Geschwindigkeit rückwärts in die Menge vor dem Lokal“, wird der Staatsanwalt von Évreux, Rémi Coutin, zitiert. Drei Personen wurden festgenommen.

„Vorsätzlich“ im Rückwärtsgang in die Menge

Der Staatsanwaltschaft lägen Angaben vor, laut denen in der Weinbar im Zentrum der Kleinstadt in der Normandie gegen 4.00 Uhr morgens ein Streit „zwischen mehreren Menschen, vor allem zwischen einer jungen Frau und mehreren Männern“ ausgebrochen sei, sagte Coutin weiter. Angestellte des Lokals hätten daraufhin alle etwa 100 Gäste zum Verlassen der Bar aufgefordert.

„Zweifellos in Folge des Streits“ habe einer der Gäste daraufhin ein Auto geholt und sei dann „vorsätzlich“ und mit „hoher Geschwindigkeit“ im Rückwärtsgang in die Menge vor dem Lokal gefahren, schilderte Coutin weiter. Ein Mann sei sofort vor Ort verstorben. Die fünf Verletzten seien ins städtische Krankenhaus eingeliefert worden.

Bei den drei festgenommenen Verdächtigen handele es sich um zwei Männer und eine Frau. Mindestens zwei Menschen hätten sich zum Tatzeitpunkt im Auto befunden. Die Behörden leiteten laut Coutin Ermittlungen wegen Mordes und versuchten Mordes ein. Möglicherweise gebe es weitere Tatbeteiligte.

Der Staatsanwalt schloss terroristische oder rassistische Motive aus. „Wir gehen derzeit davon aus, dass ein Streit zwischen den Gästen einer Bar komplett aus dem Ruder gelaufen ist und zu einem schrecklichen Drama geführt hat“, sagte er.

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