Um die Lieferung von Hilfsgütern zu ermöglichen, sind Kampfhandlungen in der Stadt Gaza seit Ende Juli eingeschränkt. Nun rückt Israel davon wieder ab und erklärt die Stadt zum "gefährlichen Kampfgebiet". Derweil melden die Streitkräfte, zwei tote israelische Geiseln geborgen zu haben.
Die israelische Armee hat angesichts ihrer angekündigten Militäroffensive die Stadt Gaza zum "gefährlichen Kampfgebiet" erklärt. Seit dem Vormittag gelte die "örtliche taktische Pause" des Armeeeinsatzes nicht mehr, erklärten die Streitkräfte. Damit hoben sie eine Beschränkung der Kampfhandlungen auf, die Ende Juli für die Stadt Gaza und weitere Gebiete erlassen worden war, um UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen den "sicheren Transport" von Hilfsgütern zu ermöglichen. Die Armee erklärte, sie werde parallel zu ihrem militärischen Vorgehen gegen "Terrororganisationen im Gazastreifen" weiterhin "humanitäre Anstrengungen unterstützen".
Zugleich haben die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben die Leichen zweier Geiseln im Gazastreifen geborgen. Angehörige der Streitkräfte hätten "die Leiche von Ilan Weiss und die sterblichen Überreste einer weiteren Geisel" geborgen, erklärte die Armee. Zur Identität des zweiten Opfers wurden zunächst keine Angaben gemacht. Insgesamt werden nun noch 48 Geiseln im Gazastreifen festgehalten, 20 davon sollen am Leben sein
Israel: Gaza ist Hamas-Hochburg
Eine Evakuierung der Stadt Gaza kündigte die Armee bisher nicht an. Am Mittwoch hatte sie erklärt, diese sei angesichts der bevorstehenden Offensive "unvermeidlich". Die Stadt Gaza gilt als eine der letzten Hochburgen der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen.
Die Hamas und mit ihr verbündete Palästinensergruppen hatten den Krieg mit ihrem brutalen Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet und 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 48 Menschen von der Hamas festgehalten, mindestens 20 von ihnen sollen noch am Leben sein.
Israel greift seither massiv militärisch im Gazastreifen an. Der von der Hamas kontrollierten palästinensischen Gesundheitsbehörde zufolge wurden knapp 63.000 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden, werden von UN-Vertretern aber als plausibel eingestuft. Zudem sind UN-Berichten zufolge tausende Bewohner des Küstenstreifens an Unterernährung gestorben und es droht eine Hungersnot.
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