- Sachsen: Zweithöchster Anstieg bundesweit
- Sachsen‑Anhalt: Dritthöchster Kostenanstieg in Deutschland
- Thüringen: Platz fünf im Bundesvergleich
- Kälte treibt den Verbrauch nach oben
Verbraucherinnen und Verbraucher in Sachsen, Sachsen‑Anhalt und Thüringen müssen sich auf eine spürbar höhere Heizkostenrechnung für das vergangene Jahr einstellen. Sowohl das Vergleichsportal Verivox als auch der Energiedienstleister Techem verzeichnen für alle drei Länder überdurchschnittliche Kostensteigerungen – trotz tendenziell sinkender Preise für Energie und Energieträger.
Sachsen: Zweithöchster Anstieg bundesweit
Sachsen gehört dem Energiedienstleister Techem zufolge zu den am stärksten betroffenen Bundesländern. Haushalte mit Fernwärme müssen rund 18 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr, Gasheizungen verteuern sich um 14,5 Prozent. Nur in Baden‑Württemberg fallen die Steigerungen noch höher aus. Ölheizungen bleiben vergleichsweise moderat betroffen, mit einem Plus von 6,8 Prozent.
Sachsen‑Anhalt: Dritthöchster Kostenanstieg in Deutschland
Auch in Sachsen‑Anhalt steigen die Heizkosten kräftig. Techem prognostiziert für Fernwärme ein Plus von 17 Prozent, für Gasheizungen 13 Prozent. Damit liegt Sachsen‑Anhalt bundesweit auf Platz drei. Haushalte mit Ölheizung kommen glimpflicher davon: Hier wird ein Anstieg von 5,8 Prozent erwartet.
Thüringen: Platz fünf im Bundesvergleich
Thüringen zählt ebenfalls zu den besonders betroffenen Regionen. Fernwärmekunden müssen den Angaben zufolge mit 16,4 Prozent höheren Kosten rechnen, Gasheizungen verteuern sich um 12,8 Prozent. Damit liegt der Freistaat auf Platz fünf der stärksten Kostenanstiege. Ölheizungen steigen moderater um 5,3 Prozent.
Der Prognose zufolge steigen die Kosten für das Heizen wegen der kälteren Temperaturen im bundesweiten Durchschnitt um 8,6 Prozent. Bei Haushalten mit Fernwärme erhöhten sich die Kosten um gut 13 Prozent, bei Gas um knapp zehn Prozent. Im Städtevergleich liegen Halle (14,8 Prozent) und Dresden (14,6 Prozent) ganz vorn. Nur in Karlsruhe (21 Prozent) fällt die Kostensteigerung noch drastischer aus.
Kälte treibt den Verbrauch nach oben
Basis der Berechnungen waren Energiepreise und Temperaturen. Die Prognosen basieren auf dem EU‑Verbraucherpreisindex sowie Wetterdaten von meteostat.net. Für die letzten Wochen des Jahres 2025 wurden die Werte hochgerechnet.
Der starke Anstieg hängt demnach nicht nur mit Energiepreisen zusammen, sondern vor allem mit dem deutlich höheren Verbrauch. Der Februar war ungewöhnlich kalt, und ein früher Wintereinbruch mit Frost und Schneefall im November erhöhte den Heizbedarf zusätzlich. Auch die Weihnachtstage waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes so kalt wie seit 15 Jahren nicht mehr.
dpa, ots (das)
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