Jeden Tag werden in Deutschland 50 Hektar Fläche neu für Siedlung und Verkehr genutzt – das Ziel der Bundesregierung bleibt damit in weiter Ferne.

Der Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr ist in Deutschland ungebrochen. In den Jahren 2021 bis 2024 wurden täglich 50 Hektar neu für diese Zwecke genutzt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das ist mehr als die Fläche der Vatikanstadt (44 Hektar) und entspricht mehr als 70 Fußballfeldern. 

Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Flächenverbrauch nahezu unverändert, von den Nachhaltigkeitszielen der Bundesregierung hingegen noch weit entfernt. Diese strebt bis zum Jahr 2030 einen gleitenden Vierjahresdurchschnitt von 30 Hektar an und will bis 2050 netto gar keine zusätzlichen Flächen mehr umwidmen, sondern eine "Flächenkreislaufwirtschaft" etabliert haben. 

In den Jahren 1997 bis 2000 wurden täglich noch 129 Hektar Fläche verbraucht. Aktuell haben die Verkehrsflächen nicht mehr zugenommen, wie das Amt berichtet. 

Nicht zwingend versiegelt

Siedlungs- und Verkehrsflächen sind nicht zwingend versiegelt. Zu ihnen zählen auch Gärten oder Campingplätze, Parks, Spielplätze und Friedhöfe. An der gesamten Bodenfläche Deutschlands haben die Siedlungs- und Verkehrsflächen mit 5,2 Millionen Hektar einen Anteil von 14,6 Prozent. 83,1 Prozent sind hingegen der Vegetation auf Feldern, Wiesen und in Wäldern vorbehalten. Nur 2,3 Prozent der deutschen Fläche ist mit Wasser bedeckt.

Mitteilung Destatis

dpa
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