Ein russisches Kampfflugzeug ist in der Ostsee-Exklave Kaliningrad bei einem Übungsflug abgestürzt. Die Besatzung der Maschine vom Typ Suchoi Su-30 habe sich herauskatapultiert, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.
Es bestehe keine Lebensgefahr. Das Flugzeug sei in unbewohntem Gebiet abgestürzt und habe keine Munition an Bord gehabt. Hintergründe zu einer möglichen Ursache des Vorfalls gab es zunächst nicht. Videos in den sozialen Medien, die den Absturz zeigen sollen, zeigen einen großen Feuerball hinter einer Reihe Bäumen nahe eines Friedhofs.
Die Su-30 ist ein zweisitziges Mehrkampfflugzeug, dessen Entwicklung noch in der Sowjetunion begann. Russland setzt Maschinen dieses Typs auch in seinem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine ein.
Zudem beklagen die baltischen Staaten und Polen immer wieder Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets. Moskau verweist dabei auf planmäßige Übungsflüge.
Abstürze russischer Militärmaschinen nicht ungewöhnlich
Es kommt immer wieder vor, dass russische Militärmaschinen bei Übungen abstürzen. Mitunter kommt dabei auch die Besatzung ums Leben. Im Oktober 2025 war eine Mig-31 offiziellen Angaben aus Moskau zufolge bei einem Trainingsflug im Südwesten Russlands abgestürzt. Die Crew habe sich mit dem Schleudersitz aus dem Flugzeug retten können und sei am Leben.
Zudem ist im April dieses Jahres ein Militärflugzeug der russischen Armee über der Krim abgestürzt. Alle 29 Insassen kamen ums Leben. Erste Erkenntnisse deuteten auf einen technischen Defekt als Ursache hin.
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