Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat vor einem „großen Schaden“ für wichtige Forschungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt gewarnt, sollte eine AfD-Regierung die Finanzierung beenden. „In Sachsen-Anhalt gibt es viele wichtige Forschungseinrichtungen – allen voran das Bauhaus und die Leopoldina“, sagte Bär den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wenn die komplette Förderung ausfallen sollte, weil es kein Geld mehr aus dem Landeshaushalt gibt, kann großer Schaden angerichtet werden.“
Die Leopoldina zum Beispiel könne dann ihre Bibliothek mit den Originalschriften von Albert Einstein nicht retten, sagte Bär. „Der Bund und die anderen 15 Länder könnten das nicht kompensieren.“
Bär stellte in diesem Zusammenhang den Forschenden in Sachsen-Anhalt ein Hilfsnetzwerk in Aussicht: „Wenn ganze Forschungsbereiche gestrichen werden sollten, müssen wir sehen, dass möglichst viel Personal an den Universitäten in anderen Bundesländern aufgefangen würde.“
„Wir lassen die Wissenschaft nicht hängen“
Das sei nicht einfach für andere Hochschulen, doch wenn die Wissenschaftsfreiheit beeinträchtigt werde, müsse „ein länderübergreifendes Hilfsnetzwerk“ greifen, sagte Bär. „Wir lassen die Wissenschaft nicht hängen“, versprach die Ministerin.
Die AfD hat für den Fall einer Regierungsübernahme eine „neue patriotische Kulturpolitik“ angekündigt. Die Partei hatte das Bauhaus, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört und auch prägend für Sachsen-Anhalt war, in der Vergangenheit als einen „Irrweg der Moderne“ bezeichnet und dessen „einseitige Glorifizierung“ kritisiert.
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