Das US-Justizministerium ermittelt einem Medienbericht zufolge gegen mehrere große US-Fernsehsender wegen des Verdachts auf illegale Absprachen bei der Berichterstattung über Präsident Donald Trump. Dies berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf sechs Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind. Bei den Sendern handele es sich um ABC, CBS, CNN, NBC und Fox News.
„Gemeinschaftliche Boykotte unter Wettbewerbern können gegen das Kartellrecht verstoßen“, zitierte die Zeitung einen Sprecher des Justizministeriums. „Die Kartellabteilung untersucht lediglich, ob diese Nachrichtenunternehmen gegen die Kartellgesetze verstofen haben.“ Weder das Ministerium noch die Sender reagierten zunächst auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters um eine Stellungnahme.
Hintergrund ist dem Bericht zufolge, dass die TV-Sender ihre gemeinsame Berichterstattung über Trump kurzzeitig eingestellt hatten. Dies geschah, nachdem der Präsident die Sender CNN und Politico sowie MSNBC aus dem Weißen Haus ausgeschlossen hatte. Später nahmen sie die Berichterstattung wieder auf. CNN, ABC, CBS, Fox News und NBC bilden den Fernseh-Pool des Weißen Hauses. Bei dieser sogenannten Pool-Berichterstattung teilen sich die Sender die Kosten, wechseln sich bei der Organisation ab und stellen das Material anderen Medien zur Verfügung.
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