Der Iran knüpft eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus laut Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf an die Erfüllung von sieben Vorbedingungen durch die USA. Ghalibaf, der zugleich Irans Verhandlungsführer ist, sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, die Zeit des Abwartens und Diktierens einseitiger Forderungen sei abgelaufen. Die Position des Irans sei völlig klar und endgültig.
Laut Ghalibaf bleibt die für den internationalen Energiehandel wichtige Seestraße so lange gesperrt, bis die sieben Bedingungen auf Grundlage des Zwischenabkommens vom Juni 2026 erfüllt sind. Den entsprechenden Forderungskatalog übermittelte Teheran nach eigenen Angaben über den Vermittler Katar an die US-Regierung.
Berichten zufolge sollen die USA unter anderem die Seeblockade gegen iranische Häfen und Schiffe beenden, das Verbot von Ölexporten aufheben, eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben, alle Sanktionen gegen das Land aufheben und alle Militäraktionen gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region, wie die Hisbollah im Libanon, beenden.
Es gilt als unwahrscheinlich, dass die US-Regierung alle Maximalforderungen vorab erfüllen wird.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi schlägt einen Fahrplan von sieben Tagen vor. Demnach sollen die USA alle Vorbedingungen erfüllen, bevor Teheran die Meerenge nach sieben Tagen wieder öffnet und Verhandlungen über ein umfassendes Abkommen aufnimmt.
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