Der US-Fernsehsender CNN ist von der für Samstag geplanten Reise von Präsident Donald Trump nach Tennessee ausgeschlossen worden. CNN wäre turnusgemäß als Fernsehsender im mitreisenden Pressepool an der Reihe gewesen, tauchte im am Freitagabend veröffentlichten Reiseplan des Weißen Hauses jedoch nicht mehr auf. Stattdessen wurde dort als Fernsehsender Lindell TV genannt, das von dem Trump nahestehenden Unternehmer Mike Lindell betrieben wird.

Der Pressepool ist eine wechselnde Gruppe von Journalisten, die den Präsidenten wegen begrenzter Plätze begleitet und andere Medien mit Material versorgt. CNN wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht äußern. Auch das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

Erst am Donnerstag hatten CNN sowie MS NOW und Politico nach einem mehrtägigen Hausverbot wieder Zugang zum Weißen Haus erhalten. Ein Bundesgericht hatte das von Trump verhängte Hausverbot mit einer einstweiligen Verfügung für zunächst 14 Tage aufgehoben und die Wiederzulassung der Journalisten angeordnet. Bundesrichter Timothy Kelly hatte erklärt, der Entzug ihrer Akkreditierungen verletze mutmaßlich verfassungsmäßige Rechte.

Aus Solidarität mit CNN hatten ABC, CBS, CNN, Fox und NBC zuvor ihre gemeinsame Pool-Berichterstattung aus dem Weißen Haus eingestellt. Die Sender erklärten, keine Regierung solle eine Nachrichtenorganisation wegen ihrer Berichterstattung einschränken.

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