Die US-Regierung will im kommenden Jahr bis zu 17.500 vorwiegend weiße Südafrikaner als Flüchtlinge aufnehmen. Das geht aus einer Mitteilung an den Kongress hervor. Zur Begründung verwies die Regierung auf die angebliche Beschlagnahmung von Land und andere Formen der Verfolgung. Rund 500 Millionen Dollar sollen für die Ansiedlung der Neuankömmlinge bereitgestellt werden.
Die südafrikanische Regierung weist die Darstellung zurück, dass weiße Südafrikaner, überwiegend Angehörige der Afrikaaner-Minderheit, in ihrem Land verfolgt würden. Afrikaaner sind Nachkommen niederländischer und französischer Siedler, die im 17. Jahrhundert ins Land kamen.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat das traditionelle Flüchtlingsprogramm USRAP deutlich verändert. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus setzte Trump das Programm zunächst aus. Später wurde es wieder aufgenommen, jedoch auf weiße Südafrikaner begrenzt.
Das Programm war 1980 eingeführt worden und nahm bislang Flüchtlinge aus verschiedenen Teilen der Welt auf. Unter dem demokratischen Präsidenten Joe Biden war zuletzt die Aufnahme von bis zu 125.000 Flüchtlingen angestrebt worden. Organisationen, die Flüchtlinge bei der Ansiedlung unterstützen, kritisierten die erneute Begrenzung auf weiße Südafrikaner.
Seit mehr als 40 Jahren biete das Programm Flüchtlingen einen lebensrettenden Weg in die Sicherheit, sagte Naomi Steinberg, Vizepräsidentin der Flüchtlingsorganisation HIAS. „Doch erneut schmälert und verzerrt diese Regierung dieses Erbe im Dienste ihrer politischen Launen. Deshalb werden wir niemals aufhören, uns für eine Rückkehr zu einem Programm einzusetzen, das Flüchtlinge aus aller Welt aufnimmt, die wegen ihrer Identität und ihrer Überzeugungen verfolgt wurden.“
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