Die Sicherheitsbehörden haben einem Medienbericht zufolge in der Nähe von Berlin ein geheimes Waffenlager gefunden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz gehe davon aus, dass es im Auftrag russischer Geheimdienste angelegt wurde, berichteten Norddeutscher Rundfunk, Westdeutscher Rundfunk und „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag. In dem Depot in einem Wald in Brandenburg seien zwei Handfeuerwaffen gelagert worden.

Laut dem Bericht ermittelt inzwischen die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Ein Tatverdächtiger sei vor einiger Zeit in Rumänien festgenommen worden. Er könnte das Waffenlager angelegt haben.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz wollte sich nicht zu der Angelegenheit auf Anfrage von WELT öffentlich äußern. „Damit ist keine Aussage darüber getroffen, ob der Sachverhalt zutreffend ist oder nicht“, hieß es. Die Bundesanwaltschaft reagierte bislang nicht auf eine kurzfristige Anfrage.

Die Medien berichten weiter, die Beamten hätten einen Hinweis auf das Versteck bekommen und es schon im vergangenen Spätsommer gefunden. Deutsche Sicherheitsbehörden seien inzwischen davon überzeugt, dass die Waffen für Agenten hinterlegt wurden, die im Auftrag Russlands sogenannte kinetische Operationen ausführen sollten, also etwa Attentate.

Die gefundenen Waffen seien funktionsunfähig gemacht worden. Dann sei das Depot überwacht worden, aber ohne Erfolg. Möglicherweise hätten die Täter die Entdeckung mitbekommen, schreiben die Medien.

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