Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu attackiert erneut New Yorks Bürgermeister – und wirft Zohran Mamdani vor, „Hass zu schüren“. „Er soll der Bürgermeister von allen New Yorkern sein – Juden, Christen, Muslimen, allen“, sagte Netanjahu am Sonntag im Sender Fox News. „Aber er versucht, eine Gruppe gegen die andere aufzubringen.“

Mamdani hatte Netanjahu einen Kriegsverbrecher genannt, der wegen des Gaza-Kriegs verhaftet werden sollte, wenn er zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung im September nach New York komme. Mamdani teilte aber mit, dass die Stadt keine rechtliche Befugnis für die Vollstreckung eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs habe, was er bedauere.

Er betonte, dass Netanjahu in New York „nicht willkommen“ sei und rief die US-Regierung auf, Israels Ministerpräsidenten zu verhaften. US-Präsident Donald Trump hat aber erklärt, dass Netanjahu im Land keine Verhaftung drohe.

Netanjahu sagte am Sonntag, er habe vor, zur Generaldebatte zu kommen. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des Strafgerichtshofs wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen wies er zurück. Er verwies auf Vorwürfe des sexuellen Fehlverhaltens gegen den am Freitag abgesetzten Chefankläger des Gerichts, Karim Khan. Der Haftbefehl sei ein Versuch, Aufmerksamkeit abzulenken.

Netanjahu: Stehe „voll und ganz“ hinter Trump im Kampf gegen Iran

Netanjahu hat zudem in dem US-Interview US-Präsident Trump seine Unterstützung im Kampf gegen den Iran zugesichert. Er stehe „voll und ganz“ hinter Trumps Bemühungen, den Iran zu schwächen und dazu zu bewegen, sein Atomprogramm aufzugeben, sagte Netanjahu. „Wenn er das tun kann, ohne zu heftigen militärischen Kämpfen zurückzukehren, dann ist das in Ordnung. Warum nicht?“

Netanjahu will nach Angaben seines Büros am Dienstag Trump in Washington treffen. Ein solches Treffen hatte es zuletzt im Februar gegeben, wenige Wochen vor dem Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran.

Netanjahu gab in dem Gespräch mit Fox News zu verstehen, dass er Trump bei dem neuen Treffen keine neuen Informationen vorlegen werde. Stattdessen werde er sich anhören, „was er vorhat, weil ich der Ansicht bin, dass es in vielerlei Hinsicht seine Entscheidung ist“, sagte Netanjahu.

Der israelische Regierungschef warnte den Iran vor neuen Angriffen auf Israel. So ein Angriff wäre „ein schrecklicher Fehler“, sagte Netanjahu.

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