Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen strategischen Bomber vom Typ Tu-95 auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Engels zerstört. Die Basis liegt etwa 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das Militärflugzeug sei von den russischen Streitkräften für Raketenangriffe auf die Ukraine eingesetzt worden, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst X mit. „Wir verteidigen uns gerecht und proaktiv“, erklärt der Präsident.

Zuvor hatte die ukrainische Spezialeinheit Omega auf Telegram verkündet, auf der russisch besetzten Krim einen Bomber vom Typ Su-24M angegriffen zu haben. Während die Maschine auf den Start vorbereitet worden sei, hätten ukrainische Drohnen das Flugzeug auf der Luftwaffenbasis Saky getroffen.

„Die erste Drohne traf den Bug des Flugzeugs, die zweite versetzte den Treibstofftanks einen zusätzlichen Schlag und bestätigte damit die Zerstörung des Ziels“, hieß es in der Nachricht. Sie wurde beendet mit: „Krim, warte auf uns – wir kommen immer näher!“

Unabhängig bestätigen ließen sich die Berichte sowie das von der Ukraine geteilte Material des Angriffs jedoch nicht.

Derweil meldete der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, den Beschuss von weiteren zwölf russischen Schiffen im Schwarzen Meer. Getroffen wurden demnach neun Frachter, ein Tankschiff, ein Gastransportschiff und ein Schlepper. Insgesamt steige damit die Zahl der seit dem 6. Juli angegriffenen Schiffe auf 159 - im Schwarzen Meer und dem mit ihm verbundenen Asowschen Meer. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar.

„Die Flottenjagd geht weiter“, hieß es in einer bei Telegram veröffentlichten Mitteilung Browdis. Ziel sei es, die Logistik für Öl, Treibstoff und Fracht unter Umgehung der Sanktionen zu lähmen. Die Schiffe sollten ausgeschaltet werden. „Es ist nicht das Ziel, die Gewässer mit Ölflecken zu verschmutzen, daher keine Löcher in den Rümpfen“, teilte Browdi mit.

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