Das US-Militär hat bei einem Angriff auf zwei mutmaßliche Drogenschmuggler-Boote im östlichen Pazifik fünf Männer getötet. Die Boote hätten in Verbindung mit dem Drogenhandel gestanden, teilte das für die Region Lateinamerika und die Karibik zuständige Kommando der US-Streitkräfte Southcom am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X mit.
Bei dem ersten der am Samstag ausgeführten Angriffe seien zwei „Narko-Terroristen“ getötet worden, während einer überlebt habe. Bei dem zweiten Angriff seien drei weitere „Narko-Terroristen“ getötet worden.
Unter Anordnung der Regierung von US-Präsident Donald Trump geht das Militär seit Herbst vergangenen Jahres mit tödlichen Angriffen gegen Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik vor, auf denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollen. Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Bislang wurden dabei mindestens 168 Menschen getötet.
Die US-Regierung hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Kritiker stufen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig ein.
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