Das pakistanische Militär hat erneut die afghanische Hauptstadt Kabul angegriffen. Die islamistische Taliban-Regierung warf dem Nachbarland vor, dabei auf eine Entzugsklinik für Drogenabhängige gezielt zu haben. Das pakistanische Informationsministerium wies die Darstellung zurück.
Der Sprecher der Taliban-Regierung, Sabiullah Mudschahid, schrieb auf der Plattform X, es habe Tote und Verletzte unter den Drogenabhängigen gegeben, die in der Klinik behandelt worden seien. Der stellvertretende Sprecher der Taliban-Regierung, Hamdullah Fitrat, teilte später mit, dass die Zahl der Toten auf 400 gestiegen sei. Weitere 250 Menschen seien verletzt worden.
Das pakistanische Informationsministerium schrieb auf X mit direktem Bezug auf die Angaben des Taliban-Sprechers, es habe Angriffe auf militärische Einrichtungen, Infrastruktur zur Unterstützung von Terroristen sowie Ausrüstungs- und Munitionslager in Kabul sowie in der Provinz Nangarhar im Osten des Landes gegeben. Die Angriffe würden „präzise“ durchgeführt, um Kollateralschäden zu vermeiden.
Die Angaben der Konfliktparteien können nicht unabhängig überprüft werden.
Ende Februar waren Kämpfe zwischen den beiden Ländern ausgebrochen. Islamabad wirft den islamistischen Taliban in Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Kabul bestreitet das. Die Spannungen zwischen den Nachbarländern haben sich nach gegenseitigen Angriffen zuletzt weiter verschärft.
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