Der sogenannte „Friedensrat“ von US-Präsident Donald Trump zur Beilegung globaler Konflikte soll US-Medienberichten zufolge erstmals am 19. Februar in Washington zusammenkommen.

Das Weiße Haus wolle das Treffen von Spitzenpolitikern der beteiligten Staaten nutzen, um die Umsetzung der zweiten Phase des Friedensprozesses im Gazastreifen voranzubringen, meldete das US-Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf einen US-Beamten und Diplomaten. Ziel sei auch, Geld für den Wiederaufbau des vom Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens einzuwerben.

Wie aus der Kopie der Einladung hervorgeht, soll das Treffen im Gebäude des „United States Institute of Peace“ stattfinden, einer Denkfabrik, die im Zentrum eines Rechtsstreits zwischen der früheren Leitung und der Trump-Regierung steht.

Hintergrund ist die Übernahme des Instituts im vergangenen Jahr durch das umstrittene Gremium „Doge“, das für Kostensenkungen im Regierungsapparat zuständig war und von Tech-Milliardär Elon Musk geleitet wurde. Die Regierung hatte fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts entlassen und die Einrichtung in Donald J. Trump U.S. Institute of Peace umbenannt, was ein Bundesgericht für unrechtmäßig erklärte.

Der „Friedensrat“ präsentiert sich anders als zunächst erwartet

Auch die „New York Times“ meldete den geplanten Termin und verweist auf ein entsprechendes Einladungsschreiben. Der von Trump im Januar in Davos gegründete „Friedensrat“ wird von vielen europäischen Staaten, darunter Deutschland, als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen gesehen und deswegen abgelehnt. Anders als ursprünglich erwartet handelt es sich nicht um ein Gremium, dass ausschließlich der Überwachung des Gaza-Friedensprozesses gewidmet ist.

Die meisten westlichen Verbündeten hätten sich ihm nicht angeschlossen, weil die Satzung dem Gremium ein sehr weitreichendes Mandat einräumt und Trump das alleinige Vetorecht über Entscheidungen hat, hielt „Axios“ fest. Mit dabei sind unter anderem Ungarn, Israel, Belarus, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei.

Die zweite Phase des Waffenruhe-Abkommens für Gaza sieht auch die Entwaffnung der islamistischen Hamas vor, was die palästinensische Terrororganisation jedoch ablehnt. Auch soll der „Friedensrat“ eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll. Ihre genaue Zusammensetzung ist allerdings noch offen.

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