Nach dem tödlichen Angriff auf den Zugbegleiter Serkan C. in Rheinland-Pfalz will Bahnchefin Evelyn Palla zu einem Sicherheitsgipfel in den nächsten Tagen einladen. Es sei wichtig, jetzt alle Entscheidungsträger, die für die Sicherheit im Bahnverkehr verantwortlich seien, an einen Tisch zu holen, sagte sie in Berlin. Wann genau das Treffen stattfinden soll, wurde zunächst nicht bekannt. Besprochen werden sollen konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit.

„Einladen werden wir die Länder, die Aufgabenträger für den Regionalverkehr, Vertreter der Bundespolitik, Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, die Gewerkschaften, die Bundespolizei und natürlich auch andere Vertreter der Bahnbranche.“

„Wir sprechen hier von einem gesamtgesellschaftlichen Phänomen“, sagte Palla mit Blick auf den Angriff. „Denn das Aggressivitätslevel und auch die Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft insbesondere im öffentlichen Raum, hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht.“ Dieses Thema müsse gesamtgesellschaftlich angegangen werden und es sei wichtig, „dass wir als Gesellschaft jetzt zusammenstehen.“

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, forderte unter anderem einen verpflichtenden Einsatz von mindestens zwei Zugbegleitern pro Nahverkehrszug. Auch Körperkameras und mehr Bundespolizei an den Bahnhöfen stehen zur Debatte. Mehrere regionale Verkehrsunternehmen berichteten von einer Zunahme an Gewalt und Respektlosigkeit, auf die stellenweise bereits reagiert wird.

Serkan C. war den Erkenntnissen zufolge am Montagabend im Rahmen einer Ticketkontrolle von einem Reisenden angegriffen worden. Der 36-Jährige starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Der 26-Jährige mutmaßliche Täter sollte bei der Ticketkontrolle des Zuges verwiesen werden, weil er keinen Fahrschein vorzeigen konnte.

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