Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Rita Süssmuth als leidenschaftliche Politikerin gewürdigt. Die verstorbene Alt-Bundestagspräsidentin habe sich zeit ihres Lebens für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft eingesetzt, erklärte Merkel am Montagmorgen auf ihrer Website.
Als Bundesgesundheitsministerin habe Süssmuth in den 1980er-Jahren „mutig und gegen viele Widerstände für die Enttabuisierung und die Prävention von HIV/Aids“ gekämpft.
Als Präsidentin des Deutschen Bundestages habe sich die CDU-Politikerin für eine lebendige Debattenkultur und die Rechte der parlamentarischen Minderheiten eingesetzt, so Merkel weiter. „Süssmuths politische Leidenschaft“, schreibt die Ex-Kanzlerin, „galt dem Kampf für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft“. Die Defizite habe sie „schonungslos benannt“ und vielen Mut gemacht – „so auch mir Anfang der 1990er Jahre als Frauenministerin“.
Auch sei Süssmuth eine „Vorkämpferin für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ gewesen. „Ihre Stimme wird fehlen, auch mir“, so Merkel in ihrem emotionalen Statement weiter. „Wir können ihr Andenken bewahren und ehren, indem wir uns weiter für ihre Herzensanliegen engagieren.“ Süssmuth starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren.
Merz nennt Süssmuth „Vorbild“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würdigte Süssmuth als „große Politikerin“. Weiter teilte er mit: „Rita Süssmuth hat sich lebenslang für Deutschland engagiert.“ Sie sei Vorbild und Vorkämpferin für die Gleichberechtigung und die politische Wirkkraft von Frauen gewesen.
Steinmeier würdigt Süssmuth als „großartige Frau“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nannte Süssmuth eine „großartige Frau und eine leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie“. In einem Kondolenzschreiben an die Tochter von Süssmuth hieß es, „Rita Süssmuth ist stets vorweg gegangen, war Vordenkerin, Vorkämpferin und Vorbild, insbesondere auch für viele Frauen.“ Das teilte das Bundespräsidialamt mit.
Das Amt der Bundestagspräsidentin habe sie durch ihren persönlichen Stil geprägt und dem Amt innen- wie außenpolitisch Gewicht verliehen, schrieb Steinmeier. Der Bundespräsident erinnerte auch an die Rolle von Süssmuth im Kampf gegen Aids. Dort habe sie verstärkt auf Aufklärung und Beratung gesetzt, um der Krankheit zu begegnen und sie zu bewältigen.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP wird Steinmeier einen Staatsakt für Süssmuth anordnen.
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