EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die aktuellen globalen Konflikte als Chance für Europa bezeichnet. „Geopolitische Schocks, tektonische Verschiebungen, sind eine Notwendigkeit für Europa“, sagte sie bei ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
Natürlich sei Nostalgie Teil unserer menschlichen Geschichte, aber die Nostalgie werde die alte Weltordnung nicht wieder zurückbringen. „Wenn Veränderung permanent sein soll, dann muss sich Europa auch dauerhaft verändern. Es ist an der Zeit, diese Gelegenheit wahrzunehmen und ein neues, unabhängiges Europa zu schaffen“, führte sie aus und zielte dabei auf die jüngste Unterzeichnung des Mercosur-Abkommens in Brasilien.
Von der Leyen kündigte an, in Kürze nach Indien zu reisen, um dort weitere Handelsdeals abzuschließen. Europa sei an der Schwelle zur Unterzeichnung der „Mutter aller Handelsabkommen“. Europa wird immer die Welt vorziehen und die Welt ist bereit, Europa zu wählen.
Zum Ukraine-Krieg sagte von der Leyen, dass Russland keinerlei Anzeichen zeige, den Krieg zu beenden. „Keinerlei Zeichen des Bereuens. Keinerlei Zeichen des Friedenswollens. Ganz im Gegenteil. Russland intensiviert die Angriffe, tötet Zivilisten jeden Tag.“ Das müsse ein Ende haben.
Die Ukraine müsse in einer „Position der Stärke“ sein, wenn es an den Verhandlungstisch gehe. Deswegen hätten die Europäer entschieden, der Ukraine ein Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro für 2026 und 2027 zu gewähren. „Mit dieser Unterstützung stellen wir sicher, dass sich die Ukraine sowohl auf dem Schlachtfeld stärken, die Verteidigungsfähigkeiten ausbauen und grundsätzliche Dienstleistungen weiter aufrechterhalten kann“, sagte die EU-Kommissionspräsidentin. Außerdem unterstreiche es die „unerschütterliche Verpflichtung“ Europas der Ukraine beizustehen.
Zum Ende ihrer Rede kam sie auf den Grönland-Konflikt zu sprechen. „Unsere Antwort unerschütterlich sein: Volle Solidarität mit Grönland Die territoriale Integrität ist unerschütterlich“. Man arbeite daran, die Investitionen in Grönland massiv zu erhöhen. Zudem werde man mit den Vereinigten Staaten an der Gesamtsicherheit der Arktis arbeiten. Die Europäer müssen sich an neue Wirklichkeiten anpassen. „Wir bereiten unsere eigene Sicherheitsstrategie vor, die wir im Laufe des Jahres veröffentlichen werden.“
Die zusätzlich (von Trump) angekündigten Zölle seien ein Fehler. Wenn Freunde sich die Hand reichen, dann muss das etwas bedeuten.
Der Konflikt um Grönland schwebt über dem diesjährigen Treffen in Davos, der im Zeichen des „Geist des Dialogs“ stehen soll. US-Präsident Donald Trump etwa kündigte ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos an. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, ließ er offen.
Zuvor hatte Trump ein manipuliertes Bild, das ihn beim Hissen einer US-Flagge neben einem Schild mit der Aufschrift „Grönland, US-Territorium, begründet 2026“ gezeigt.
Ein weiteres Bild zeigt Trump im Oval Office neben einer Landkarte, auf der Kanada und Grönland mit der US-Flagge bedeckt sind, während europäische Staats- und Regierungschefs offenbar den Ausführungen Trumps lauschen. Zu erkennen sind unter anderen die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, der britische Premier Keir Starmer, Macron - und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke