Die Welt blickt angesichts der angespannten politischen Lage auf Davos – und der US-Präsident wird mit einer US-Delegation in Rekordgröße in dem kleinen Schweizer Ort auflaufen, teilten die Veranstalter am Dienstag mit.
Von 300 Personen ist die Rede, diese Zahl wurde jedoch offiziell bisher nicht bestätigt. Anreisen wird Trump mit der Präsidentenmaschine „Air Force One“. Unklar ist, ob eine oder zwei Maschinen in Zürich landen werden. Bei seinen früheren Besuchen reiste Trump mit dem Hubschrauber vom Flughafen Zürich nach Davos. Laut Geheimdienstexperte Kessler hängt dieser Entscheid von den „lokalen Gegebenheiten“ ab, wie WELT berichtete.
Wann genau Trump kommt, ist noch nicht bekannt – die exakte Ankunftszeit ist in der Regel ohnehin geheim. Die Konferenz dauert vom 19. bis zum 23. Januar. Die Sicherheitsvorkehrungen für den Besuch des US-Präsidenten sind enorm.
Zur US-Delegation gehören laut den Veranstaltern unter anderem Außenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick und der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer. Ebenfalls dabei seien Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der Sondergesandte Steve Witkoff.
Trump kündigte bereits an, dass es am Rande des derzeitigen Weltwirtschaftsforums auch Gespräche über einen Erwerb Grönlands mit den beteiligten Parteien geben soll. Vorangegangen sei ein Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, ließ der Republikaner offen.
Trump: „Es gibt kein Zurück“
Trump bekräftigte, dass die zu Dänemark gehörende Insel Grönland „von entscheidender Bedeutung“ für die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA sei. „Es gibt kein Zurück – darin sind sich alle einig!“, schrieb Trump. Er will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der Solidarität mit Dänemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt.
Um der Forderung nach Grönland vor dem ranghohen Treffen in Davos auf seine Art Nachdruck zu verleihen, postete der US-Präsident zudem ein KI-generiertes Bild. Es zeigt Trump, wie er im Beisein von US-Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio auf Grönland die US-Flagge hisst. Daneben ist es ein Schild, auf dem steht: „Grönland, US-Gebiet, gegründet 2026“.
3000 Teilnehmer aus 130 Ländern in Davos
Insgesamt sollen in Davos 850 auch Vorstandsvorsitzende und Aufsichtsratschefs der weltweit führenden Unternehmen unter den rund 3000 Teilnehmern aus 130 Ländern sein, die in diesem Jahr in dem Alpenort erwartet werden, so das Forum.
WEF-Präsident Børge Brende sagte, sechs Staats- und Regierungschefs der G-7-Gruppe – darunter Trump – würden teilnehmen, ebenso der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der syrische Präsident Ahmad al-Sharaa und weitere. Insgesamt würden bislang 64 Staats- oder Regierungschefs erwartet – ebenfalls ein Rekord –, wobei diese Zahl bis zum Beginn der Veranstaltung noch steigen könne. Die chinesische Delegation werde von Vizepremier He Lifeng angeführt, Pekings ranghöchstem Handelsvertreter, sagte Brende.
Zu den zahlreichen weiteren hochrangigen Gästen zählen voraussichtlich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, UN-Generalsekretär António Guterres, WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala sowie führende Vertreter der Tech-Branche wie Jensen Huang, CEO von Nvidia, und Microsoft-Chef Satya Nadella.
Das Forum, das sein erstes Jahrestreffen 1971 abhielt, gilt seit Langem als zentraler Ort für Dialog, Debatten und Geschäftsabschlüsse. Trump hat während seiner Präsidentschaft bereits zweimal persönlich teilgenommen und war im vergangenen Jahr wenige Tage nach seiner Amtseinführung zur zweiten Amtszeit per Video zugeschaltet.
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