US-Präsident Donald Trump hat die Übernahme Grönlands durch die USA mit Blick auf das geplante Raketenabwehrsystem „Golden Dome“ (Goldene Kuppel) für unverzichtbar erklärt. „Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland aus Gründen der Nationalen Sicherheit“, schrieb Trump am Mittwoch kurz vor einem Krisentreffen zu Grönland im Weißen Haus in seinem Onlinedienst Truth Social. „Es ist für den Golden Dome, den wir gerade bauen, von entscheidender Bedeutung.“
Außerdem betonte er, die Nato würde viel mächtiger „und effektiver, wenn Grönland in den Händen der Vereinigten Staaten liegt. Alles andere ist inakzeptabel“.
Der Vorstoß der Europäer zur Verstärkung der Nato-Präsenz in der Arktis, mit dem unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz versucht hatte, den Streit zu entschärfen, reicht dem US-Präsidenten offenbar nicht auf.
„Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland zum Zweck der nationalen Sicherheit“, schrieb Trump. Die Nato solle daher den Weg für eine US-Übernahme der Insel bereiten, so Trump weiter. In Großbuchstaben schrieb er: „Wenn wir es nicht tun, werden es Russland oder China machen, und das wird nicht passieren!“
Teilnahme von Vance an Gespräch weckt Sorge
Die Nato könne nur dank der USA eine wirksame Abschreckung entfalten, schrieb Trump und fügte hinzu, das sei sein Verdienst durch die Stärkung der US-Streitkräfte während seiner ersten Amtszeit.
Die Regierungen von Dänemark und Grönland haben deutlich gemacht, dass ein Verkauf oder eine Annexion des Territoriums durch die USA nicht akzeptabel sind. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte vor einem Ende der Nato, sollte die US-Regierung ihre Ankündigungen wahr machen.
Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt werden noch heute (16.30 Uhr MEZ) im Weißen Haus zu Gesprächen erwartet. Zu dem ursprünglich als Außenministertreffen geplanten Gespräch mit US-Chefdiplomat Marco Rubio meldete sich kurzfristig auch US-Vizepräsident J.D. Vance an. Das weckte Sorge vor einer konfrontativen Begegnung. Vance gilt als Hardliner, der im vergangenen Februar bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj maßgeblich zur Eskalation des Gesprächs beigetragen hatte.
Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit Sicherheitsinteressen in der Arktis begründet. Im Gespräch war dabei ein Kauf der Insel. Aber auch die Anwendung militärischer Gewalt schloss Trump nicht aus. Das autonome Gebiet Grönland gehört zum Königreich Dänemark, das wie die USA der Nato angehört.
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