Die massive Präsenz von US-Kriegsschiffen in der Karibik führt zu wachsenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela. Die US-Regierung begründet den Einsatz mit der Bekämpfung von Drogenkartellen. Ein US-Vertreter sagte am Donnerstag, sieben US-Kriegsschiffe sowie ein Atom-U-Boot befänden sich in der Region oder würden dort in der kommenden Woche erwartet. Venezuela beschwerte sich daraufhin bei UN-Generalsekretär Antonio Guterres über den Aufmarsch und warf Washington einen Verstoß gegen die UN-Charta vor. Es handele sich um eine „massive Propaganda-Operation“, um eine Militärintervention zu rechtfertigen, sagte der venezolanische UN-Botschafter Samuel Moncada.
Das Pentagon hat sich bisher nicht öffentlich zum genauen Auftrag der Kriegsschiffe geäußert. Das Weiße Haus teilte am Donnerstag mit, Präsident Donald Trump sei bereit, „jedes Element amerikanischer Macht einzusetzen, um zu verhindern, dass Drogen in unser Land strömen“. Der Kampf gegen Drogenkartelle ist ein zentrales Ziel der Trump-Regierung und Teil einer umfassenden Strategie, die Migration in die USA zu begrenzen. Im Februar hatte die US-Regierung das mexikanische Sinaloa-Kartell und die venezolanische kriminelle Vereinigung Tren de Aragua als globale Terrororganisationen eingestuft. Dies erlaubt den Einsatz des US-Militärs gegen sie.
Anfang vergangener Woche hatte Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro als Reaktion auf „Drohungen“ der USA die Mobilisierung von 4,5 Millionen Milizionären im Land angekündigt. „Diese Woche werde ich einen Sonderplan aktivieren, um eine Abdeckung mit mehr als 4,5 Millionen Milizionären im gesamten Territorium zu garantieren“, sagte Maduro am Montag bei einem vom Staatsfernsehen übertragenen Auftritt. „Vorbereitete, aktivierte und bewaffnete Milizen“, fügte der Linksnationalist hinzu. Venezuelas Miliz wurde von Maduros Vorgänger Hugo Chávez gegründet. Ihr gehören nach offiziellen Angaben mehr als fünf Millionen Zivilisten und Reservisten an. Sie untersteht der Armee.
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