Nach der tödlichen Attacke in Minneapolis wird noch immer über das Motiv des Täters gerätselt. FBI-Chef Patel sieht in den gesichteten Beweisen jedoch klare Indizien für Inlandsterrorismus. Der Verdächtige äußert sich zuvor anders.

Nach den tödlichen Schüssen auf Kinder in einem Schulgottesdienst in Minneapolis sieht die US-Bundespolizei FBI den Terrorverdacht erhärtet. Beweise, die bei den Ermittlungen gesammelt wurden, wiesen auf einen von Hass motivierten Akt von Inlandsterrorismus hin, schrieb FBI-Chef Kash Patel auf der Online-Plattform X.

Die tatverdächtige Person habe sich in einem Manifest und in Inschriften auf den Waffen antireligiös und antikatholisch geäußert. Auch habe sie Hass gegen Juden geäußert und zu Gewalt gegen sie aufgerufen, unter anderem mit Verweis auf den Holocaust. Patel bestätigte auch frühere Angaben, wonach auf einem der Gewehrmagazine ein Aufruf zu Gewalt gegen US-Präsident Donald Trump gestanden habe.

Offenbar Hass auf viele Gruppen

Die Staatsanwaltschaft erwähnt neben Hass auf Christen und Juden auch Hass auf Schwarze und Mexikaner - sie sieht einen geballten Hass auf viele Gruppen. Das Herz der tatverdächtigen Person sei voller Hass gewesen. Nur für eine Gruppe habe sie wohl Bewunderung gehabt: Massenmörder und Amokläufer an Schulen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die tatverdächtige Person Kinder leiden sehen wollte. Sie sei von der Idee besessen gewesen, Kinder zu töten, sagte der zuständige Staatsanwalt. Man werte derzeit zahlreiche Notizen aus, die man sichergestellt habe.

Während eines Schulgottesdienstes in Minneapolis im Norden der Vereinigten Staaten hatte eine Person am Mittwochmorgen durch die Fenster einer Kirche auf Kinder auf Kirchenbänken geschossen. Zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren starben noch am Tatort. Darüber hinaus wurden nach neusten offiziellen Angaben 15 Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren und 3 Erwachsene verletzt. Nach der Tat brachte sich die tatverdächtige Person nach offiziellen Angaben um. Dem örtlichen Polizeichef zufolge wurden ein paar der Verletzten am Nachmittag (Ortszeit) bereits aus dem Krankenhaus entlassen, manche befänden sich aber nach wie vor in kritischem Zustand.

Verbindung zur Schule vermutet

Ermittler stellten laut Polizei mehr als 100 Patronen am Tatort sicher. Sie gehen inzwischen davon aus, dass die tatverdächtige Person eine Verbindung zu der Schule hatte: Demnach besuchte sie diese früher, außerdem sei ihre Mutter für die Gemeinde tätig gewesen.

Laut US-Heimatschutzministerin soll sich die tatverdächtige Person als Transperson bezeichnet haben. Transpersonen sind Menschen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen. Der Polizeichef bestätigte am Nachmittag (Ortszeit), dass die tatverdächtige Person vor ein paar Jahren ihren Namen geändert habe. US-Medien berichteten, dass der Person bei Geburt das männliche Geschlecht zugeschrieben wurde, sie sich aber als weiblich identifiziert habe.

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