Das Mitteldeutsche Institut für Sicherheitsindustrie begrüßt den geplanten Einstieg der Bundesregierung beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS. Vorstand Markus Kurczyk sagte MDR AKTUELL: "Uns geht es ja um die regionale Wertschöpfung, das heißt, es geht auch um einen Einfluss Deutschlands auf die künftigen Standorte von KNDS, auf die Ausweitung des operativen Geschäfts in die Regionen in Deutschland, und da haben wir als Institut natürlich ein großes Interesse, dass die Bundesregierung da Einfluss ausübt."

Kurczyk betonte, die militärische Handlungsfähigkeit "hängt heute unmittelbar von der Industrie ab". Er sieht in den Plänen des Bundes einen "Paradigmenwechsel". "Das ist ja nicht ein finanzpolitischer Vorgang, sondern das ist eine Strategie der deutschen Sicherheits- und Industriepolitik, wie wir sie bislang noch nie hatten."

Aus Sicht des Sicherheitsexperten geht es beim ganzen Vorhaben zunächst weniger um Auf-, sondern vielmehr um Ausrüstung: "Sie kennen die aktuelle materielle Situation der Bundeswehr. Wir brauchen noch zehn, 15, 20 Jahre, bis wir überhaupt mal das haben, was wir brauchen, um verteidigungsfähig zu sein. Also da von Aufrüstung zu sprechen, halte ich für übertrieben."

Der Bund will 40 Prozent des Unternehmens kaufen. KNDS baut unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2.

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