- Ost-Ausschuss: Mehr Geschäfte mit Osteuropa als mit den USA und China zusammen
- Ost-Exportzahlen retten deutsche Gesamtbilanz
- Verlässlichkeit und Sicherheit als positive Rahmenbedingungen
Die deutschen Unternehmen handeln immer mehr mit osteuropäischen Ländern. Wie der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft mitteilte, wuchsen die Exporte und Importe mit den 29 Staaten von Januar bis März um 3,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 141 Milliarden Euro. Damit übertrifft das Ergebnis die Außenhandelsbilanz mit den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China. Sie lag in den ersten drei Monaten des Jahres den Angaben zufolge bei 122 Milliarden Euro.
Ohne das östliche Europa wäre der deutsche Außenhandel deutlich schwächer.
Exportvolumen in Richtung Osten deutlich gewachsen
Die Ausfuhren nach Mittel- und Osteuropa sowie Zentralasien legten im ersten Quartal im Vorjahresvergleich um 5,5 Prozent auf 75,2 Milliarden Euro zu. Zum Vergleich: Die gesamten Exporte wuchsen nur um 2,0 Prozent auf knapp 404 Milliarden Euro. Die Einfuhren aus der Region stiegen um 1,4 Prozent auf 65,8 Milliarden Euro.
Allein die Ausfuhren in die vier größten Märkte Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien wuchsen im ersten Quartal um fast vier Milliarden Euro. Auch die Exporte in die wachstumsstarken Länder Südosteuropas – darunter Kroatien, Serbien, Bulgarien und Slowenien – konnten gesteigert werden. Die Ausfuhren in die Ukraine gingen hingegen zurück, was der Verband auch mit dem starken Vorjahresergebnis erklärt.
Haußmann: Wachstum braucht Verlässlichkeit und Rechtssicherheit
Nach Einschätzung des stellvertretenden Ausschuss-Vorsitzenden Philipp Haußmann sind verlässliche wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen Erfolgsfaktoren. Als Beispiele nannte er Polen und Tschechien. So baue Polen seine Position als viertgrößter deutscher Absatzmarkt vor China aus. Tschechien profitiere ebenfalls von einem verlässlichen Investitionsumfeld.
Quelle: Reuters (kkö)
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