Die H&M-Zentraleuropa-Chefin arbeitet seit 23 Jahren für den schwedischen Modekonzern. Ein Gespräch über ihre steile Karriere, nachhaltige Mode und die Entstehung der Curvy Jeans.
Oldouz Mirzaie-Boadi ist Zentraleuropa-Chefin von Hennes & Mauritz mit 23.000 Mitarbeitenden © H&M
Man darf Verantwortung übernehmen, auch wenn man noch wenig Erfahrung hat

Vom Tellerwäscher zum Millionär, davon erzählen unzählige Romane und Hollywood-Filme. Wenn man Parallelen zur steilen Karriere von Oldouz Mirzaie-Boadi zieht, winkt die Zentraleuropa-Chefin des Modekonzerns Hennes & Mauritz jedoch lachend ab. Dabei hat die Top-Managerin vor 23 Jahren tatsächlich ganz unten angefangen, als Schüleraushilfe in einer rheinischen Lokalfiliale von H&M. „Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Arbeitstag erinnern“, sagt sie im stern-Podcast „Die Boss – Macht ist weiblich“ mit Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne.

Sie wurde in der Kinderabteilung eingesetzt, damals standen dort noch Fernseher mit einem Zeichentrickfilm in Dauerschleife. „Die Dialoge kann ich bis heute mitsprechen“, sagt sie. Aber was sie vor allem erstaunte, war dass man sie nach einer kurzen Einführung einfach „machen ließ“. Für sie ist das Vertrauen in junge Menschen ein Schlüsselmoment, der ihr Verständnis von Führung und Verantwortung bis heute beeinflusst. „Man darf Verantwortung übernehmen, auch wenn man noch wenig Erfahrung hat“, sagt sie.

Bei "Die Boss – Macht ist weiblich" sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (u.a. Siemens Energy und Henkel) trifft  Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. "Die Boss" erscheint alle zwei Wochen immer mittwochs auf stern.de  sowie auf RTL+ und allen gängigen Podcast-Plattformen. Abonnieren Sie den Podcast und verpassen Sie auch künftig keine Folge mehr. 

Neben dem persönlichen Arbeitsethos sei es die richtige Unternehmenskultur, die es ihr leicht gemacht habe, aufzusteigen. Und sie sei keine Ausnahme: „Wir haben weltweit sieben von zehn Führungspositionen mit Frauen besetzt.“

Frauen, so berichtet Oldouz Mirzaie-Boadi, würden regelmäßig ermuntert, Chancen zu ergreifen. Eine Strategie, an die auch sie anknüpft. „Bei meinen Store-Besuchen, frage ich regelmäßig, was Mitarbeitende als Nächstes erreichen möchten“, sagt sie. Talent hänge nicht von Titeln ab.

Im Podcast erzählt Oldouz Mirzaie-Boadi, wie sie von Fernweh getrieben nach London kam, dem Sprungbrett für ihre internationale Laufbahn. Während sie in Großbritannien die erste Designer-Kollektion 2004 mit Karl Lagerfeld begleitete von der sie bis heute Kleidung besitzt, führte ihr Südafrikaaufenthalt zur Entstehung der Curvy Jeans. Denn dort waren viele Kundinnen mit kurvigen Körperformen mit den europäischen Denim-Passformen unzufrieden sind. „Also habe ich einen Koffer mit ganz vielen Modellen verschiedener Marken zusammengepackt, Feedback von Kundinnen und Kolleginnen vor Ort gesammelt und mich beim nächsten Besuch in Schweden mit unserem Designteam zusammengesetzt“, entsinnt sie sich. Heute verkaufe sich die Curvy Jeans weltweit.

Im Gespräch mit Frau Menne stellt sich die H&M-Chefin Fragen zur Nachhaltigkeit, Retouren und Kundenfeedback und verrät, was bei ihr persönlich im Kleiderschrank hängt.

Was H&M mit Spider-Man verbindet, woher Trends kommen und was Oldouz Mirzaie-Boadi für ein absolutes Mode-Must-Have hält, können Sie hier hören. 

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Bei „Die Boss – Macht ist weiblich“ sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (unter anderem Siemens Energy, Henkel und Präsidentin der American Chamber of Commerce Germany) trifft Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. „Die Boss“ erscheint vierzehntägig immer mittwochs auf stern.de  sowie auf RTL+ und allen gängigen Podcast-Plattformen. 

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