- Beim Elektroauto kann das Laden unterwegs teuer werden und teilweise ähnlich viel kosten wie Sprit.
- Ein finanzieller Vorteil entsteht beim Elektroauto nur, wenn der Strom günstig ist – etwa beim Laden zu Hause.
- Ein Elektroauto lohnt sich vor allem bei kurzen Jahresfahrleistungen von rund 10.000 bis 15.000 Kilometern.
Mit E-Autos lässt sich tatsächlich im Vergleich zu einem Verbrennerauto viel Geld sparen. Die Anschaffungskosten entsprechen mittlerweile nahezu den Verbrennerautos.
Dafür seien die Wartungskosten beim E-Auto geringer, erklärt Florian Wagner, Pressesprecher vom ADAC Sachsen: "Weil es viel weniger bewegliche Teile gibt und weniger geschmiert werden muss. Es müssen weniger Teile nebeneinander laufen. Der Elektromotor ist ein sehr guter und einfach laufender Motor. Da muss wenig ausgetauscht, gemacht oder geprüft werden."
Die Wartungskosten eines E-Autos lägen in etwa 35 Prozent unter denen eines Verbrenners, sagt Wagner. Hinzu kommen noch E-Auto-Prämie und Steuererleichterung auf zehn Jahre.
Unterwegs Laden bleibt teuer
Die Strompreise gehören allerdings nicht zwangsläufig zu den finanziellen Vorteilen eines Elektroautos, sagt Wagner: "Wer zu höheren Kilowattpreisen lädt – und das ist leider meistens unterwegs der Fall – der kommt bei Ladekosten versus Spritkosten ungefähr eins zu eins."
Das bestätigt Daniel Eisel, Energieberater der Verbraucherzentrale in Bayern. Vor allem das Laden an öffentlichen Säulen kann teuer werden: "Da reden wir von 60 bis 70 Cent die Kilowattstunde. Dann ist es genauso teuer wie mit dem Verbrenner zu fahren."
Günstiger Laden mit eigenem Strom
Richtig sparen, kann vor allem, wer ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung besitzt. Und einen eigenen Stellplatz, betont Ferdinand Dudenhoeffer von der Forschungseinrichtung Center Automotive Research: "Wenn man die Möglichkeit hat, eine sogenannte Wallbox zu Hause zu installieren und man selbst seinen eigenen Strom laden kann. Unter der Voraussetzungen sollte man wirklich überlegen, sich das Elektroauto zu kaufen."
Mit dem günstigen Haushaltsstrom lassen sich um die 780 Euro pro Jahr sparen. Wer noch weniger zahlen will, kann natürlich noch mit einer eigenen Solar-Anlage seinen Strom für das E-Auto selbst erzeugen. Und diese Umstände zeigen, dass für ein günstigeres Leben mit E-Auto einige Voraussetzungen erfüllt sein müssen – wie ein Eigenheim oder zumindest eigenen Stellplatz.
Die Kilometer entscheiden
Außerdem sollten eher kurze Strecken gefahren werden – so um die 10 bis 15.000 Kilometer pro Jahr. In anderen Fällen blieben die Verbrenner unter Umständen tatsächlich die bessere Lösung, sagt Dudenhoeffer: "Wenn ich nur 1.000 oder 2.000 Kilometer im Jahr fahre, also einkaufen gehe und sonst nicht, ist der Standard-Benziner vermutlich besser als das Elektroauto. Wenn ich im Jahr 50.000 oder 100.000 Kilometer fahre, dann muss ich öffentlich stärker laden an Schnellladern und das kostet Zeit." Und mehr Geld.
Sparen mit dem E-Auto braucht also einen gewissen Unterbau. Es ist nix für Vielfahrer, nix für Wenig-Fahrer. Es braucht die Möglichkeit mit günstigem Haushaltsstrom zu laden. Voraussetzungen, die gerade in Innenstädten seltener erfüllt sind. Obwohl sich ein Elektroauto dort wegen der kurzen Wege eigentlich besonders anbieten würde.
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