Inhalt des Artikels:
- Angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt
- Arbeitsloser Marketingmanager mit XXL-Plakaten in Hamburg
- Kein Jobangebot, aber hoffnungsvolle Kontakte
Angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt
Die Zahl der Insolvenzen war laut Statistischem Bundesamt 2025 auf einem Zehn-Jahreshoch. Im Januar 2026 betrug die Arbeitslosenquote nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 6,6 Prozent, im Februar 6,5 Prozent. Das sind die zwei höchsten Werte seit 2021. Der Hamburger Benedikt Grasmann sucht auch einen neuen Job und vor Kurzem auf sehr ungewöhnliche Weise. Darüber hat auch das MDR-Tiktok-Format "Eine Minute Geld" berichtet.
Hier blickte Grasmann auf Zugfahrende an der Hamburger Station Jungfernstieg.Bildrechte: Benedikt GrasmannArbeitsloser Marketingmanager mit XXL-Plakaten in Hamburg
Nach 70 erfolglosen Bewerbungen ging der Marketingmanager neue Wege, um Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen. Grasmanns Eckdaten in Kürze: Jahrgang 1979, abgeschlossenes BWL-Studium und langjährige Erfahrungen als Marketing- und Produktmanager in der Unterhaltungsbranche. Daher weiß er auch, wie er auf sich aufmerksam machen kann: Er startete Anfang dieses Jahres eine Plakataktion und blickte in seiner Heimatstadt an neun Standorten im XXL-Format zehn Tage von Werbeflächen auf die vorbeilaufenden Menschen.
Das Plakat hing am Hamburger Dammtor.Bildrechte: Benedikt GrasmannKein Jobangebot, aber hoffnungsvolle Kontakte
"Ein konkretes Jobangebot kam leider nicht dabei heraus. Ich sehe das Ganze trotzdem nicht als Misserfolg. Zumindest kurzfristig war ich wohl der bekannteste Arbeitslose Deutschlands, das hat mir viele Kontakte gebracht. Ich hoffe, da ergibt sich noch was", erklärte er nach der Aktion im Magazin Spiegel. 10.000 Euro habe ihn die Aktion gekostet. Das Motiv habe er selbst entworfen und damit auch Kosten gespart. Auf dem Plakat prangte auch ein QR-Code, der auf eine Webseite mit Grasmanns Online-Bewerbung führte. Die Seite ist auch heute noch aktiv.
Wie Grasmann dem Spiegel erzählte, war sein letzter Job Anfang 2024 einer Sparmaßnahme zum Opfer gefallen. Durch seine rund 20 Jahre Berufstätigkeit habe er Geld ansparen können, von dem er auch nach Ablauf des Arbeitslosengeldes noch zehren könne und auch die Plakataktion bezahlt habe.
MDR (cbr)
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke