- Insolvenzen auf Rekord-Niveau, Anstieg aber nicht so stark wie in den Vorjahren
- Auch mehr Privatinsolvenzen
- Trend für 2026 hängt vom Iran-Krieg ab
In Deutschland sind im vergangenen Jahr so viele Unternehmen in die Pleite gerutscht wie seit zehn Jahren nicht. Dem Statistischen Bundesamt zufolge registrierten die Amtsgerichte 24.064 beantragte Firmeninsolvenzen und damit 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Dezember allein gab es einen Anstieg um fast 14 Prozent.
Nach Einschätzung des Chefanalysten Volker Treier von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) war 2025 "ein ausgesprochen schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort".
Im Schnitt musste in Deutschland alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden.
Den Statistikern zufolge hatte es zuletzt im Jahr 2014 mit 24.085 mehr Fälle als 2025 gegeben. Zum Vergleich: In der globalen Finanzkrise 2009 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf 32.687 Fälle geklettert.
Anstieg nicht so stark wie in den Vorjahren
In den Vorjahren 2023 und 2024 war die Zahl der Firmenpleiten jeweils um mehr als 20 Prozent gewachsen. Gemessen daran ebbte der Anstieg nun ab. Am stärksten betroffen waren laut Statistik die Branchen Verkehr und Lagerei sowie das Gast- und Baugewerbe.
Zahl der Privatinsolvenzen steigt auch
Mit der Pleitewelle der Unternehmen geraten auch Verbraucher zunehmend in finanzielle Bedrängnis. 2025 gab es nach Angaben der Statistiker 77.219 Verbraucherinsolvenzen – 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr.
Banken-Verband: Entwicklung hängt von Iran-Krieg ab
Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ist vorsichtig optimistisch, dass sich die Lage bei den Insolvenzen dieses Jahr etwas bessert. Voraussetzung sei aber, dass der Iran-Krieg in wenigen Wochen endet und die Energiepreise schnell wieder sinken.
dpa/Reuters(kkö)
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