Nach dem Tod des Vaters muss Laura Opferkuch mit 28 Jahren von heute auf morgen den Familienbetrieb Hosta übernehmen. Wie sie den Erwartungsdruck bewältigte und was sie bewusst anders macht.
Laura Opferkuch trat mit nur 28 Jahren die Nachfolge im Süßwaren-Familienunternehmen Hosta an und übernahm die Verantwortung für die 1200 Mitarbeiter. © MM_VS
Es gibt keinen anderen, der das machen kann

Man kann auf Dinge theoretisch vorbereitet sein und sich trotzdem völlig überfordert fühlen, wenn sie plötzlich eintreten. So erging es Laura Opferkuch, Chefin des Süßwarenherstellers Hosta, als ihr Vater 2019 unerwartet starb. Mit 28 Jahren, mitten im juristischen Staatsexamen, musste sie seine Nachfolge antreten. Ein Schritt, der ihr Respekt einflößte, aber an dem sie nie zweifelte. "Mit seinem Tod wusste ich, dass das jetzt meine Aufgabe ist. Es gibt keinen anderen, der das machen kann", erzählt sie im stern-Podcast "Die Boss – Macht ist weiblich" mit Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne.

Ihr Großvater hatte das Unternehmen, das für Marken wie "Nippon" oder "Mr. Tom" bekannt ist, nach dem Krieg aufgebaut. Opferkuchs Vater baute es international aus und prägte es jahrzehntelang. Und auch, wenn ihr immer klar war, irgendwann in seine Fußstapfen zu treten, war die plötzliche Verantwortung in jungen Jahren für sie zunächst furchteinflößend, erzählt sie. 

Vor den Mitarbeitenden zu stehen und zu versichern, dass die Firma weder verkauft, noch radikal umgebaut werde, war einer ihrer ersten Schritte. Und zuzugeben, dass sie "die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen habe", sondern auf die Hilfe ihrer Mitarbeitenden und deren zum Teil jahrzehntelangen Expertise angewiesen sei. 

Bei "Die Boss – Macht ist weiblich" sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (u.a. Siemens Energy und Henkel) trifft  Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. "Die Boss" erscheint alle zwei Wochen immer mittwochs auf stern.de  sowie auf RTL+ und allen gängigen Podcast-Plattformen. Abonnieren Sie den Podcast und verpassen Sie auch künftig keine Folge mehr. 

Die junge Chefin ließ die Belegschaft in einem Workshop formulieren, wie sie die Kernkompetenzen und Zukunft des Unternehmens sehen. "Das passte zum Glück zu 99 Prozent zu meinen Vorstellungen", sagt sie. Ihre eigene Rolle hat sie dennoch erst finden müssen. Der Führungsstil ihres Vaters ein "Macher", patriarchal geprägt und zuweilen cholerisch,  habe nicht zu ihr gepasst. "Ich habe immer gespürt, dass ich das nicht bin", sagt sie.

Ob Laura Opferkuch selbst gerne nascht, welchen Herzenswunsch sie ihrem Vater noch vor seinem Tod erfüllte und was die Erfolgsgeschichte hinter der Nippon-Schokolade ist, können Sie hier hören.


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Bei "Die Boss – Macht ist weiblich" sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (unter anderem Siemens Energy, Henkel und Präsidentin der American Chamber of Commerce Germany) trifft Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. "Die Boss" erscheint vierzehntägig immer mittwochs auf stern.de  sowie auf RTL+ und allen gängigen Podcast-Plattformen. 

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