Inhalt des Artikels:
- Kosten von rund 30 Millionen Euro
- Bär lobt auch Innovation in Hermsdorf
Bundeswissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU) und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) haben einen Forschungsneubau am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF eingeweiht.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Mario Voigt auf dem Dach des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF.Bildrechte: picture alliance/dpa | Bodo SchackowIn der Erweiterung kommen neue Labore, Maschinen für Hightech-Forschung, Reinräume und Büros unter, wie aus einer Mitteilung des IOF hervorgeht.
Zum Aufklappen: Über Fraunhofer IKTS
Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS entwickelt keramische Hochleistungswerkstoffe, industrierelevante Herstellungsverfahren sowie prototypische Bauteile und Systeme in vollständigen Fertigungslinien bis in den Pilotmaßstab.
Ergänzt wird das Portfolio um die Kompetenzen der Werkstoffdiagnose und -prüfung. Im Fokus stehen nachhaltige und wirtschaftliche Lösungen für Energiewende, Ressourcenschonung und Digitalisierung. Mit aktuell rund 800 Mitarbeitenden an 14 Standorten ist das Fraunhofer IKTS nach eigenen Angaben das größte Keramikforschungsinstitut Europas.
Dazu gehören auch eine neue Anlage zur Elektronenstrahl-Lithografie für die Herstellung photonischer Komponenten sowie eine Bodenstation für die satellitengestützte Quantenkommunikation.
Kosten von rund 30 Millionen Euro
Den Angaben nach handelt es sich bereits um den dritten Erweiterungsbau des Forschungsinstituts. Die Kosten für das Bauprojekt belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro, jeweils die Hälfte kamen von Bund und Land. "Jena setzt auf Innovation", sagte Bär bei einem Besuch des IOF.
Im Reinraum des Fraunhofer-Instituts brauchen die Mitarbeitenden Schutzanzüge. Bildrechte: picture alliance/dpa | Bodo SchackowDie Erweiterung zeige, dass es sich lohne, eine Standortstärke immer weiter auszubauen und weiterzuentwickeln. Die Bandbreite des IOF sei "beeindruckend", so Bär. Optik und Photonik seien wichtige Grundlagen und kommen in Schlüsseltechnologien wie den Quantentechnologien, der Biotechnologie oder auch Mikroelektronik zum Einsatz.
Es zeige sich, dass Forschungsinvestitionen wirkten, auch wenn manche Innovationen geheim seien. Das Institut sei ein Paradebeispiel für die Hightech-Agenda des Bundes.
Dorothee Bär und Mario Voigt nehmen bei ihrem Besuch auch eine neue Elektronenstrahl-Lithografie-Anlage in Betrieb.Bildrechte: picture alliance/dpa | Bodo SchackowVoigt sagte, eine ambitionierte Hightech-Agenda zu haben, sei genau das, was Deutschland brauche. "In den Zeiten, in denen wir uns bewegen, wird es nicht um die Frage gehen, dass wir in einem kleinkarierten Wettbewerb uns befinden, sondern wir müssen die großen Fragen der Zeit beantworten - und zwar mit deutschen Lösungen und mit europäischen Antworten."
Bär lobt auch Innovation in Hermsdorf
Bär, die in Thüringen ihren Antrittsbesuch absolvierte, machte sich auch ein Bild von der Arbeit am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Hermsdorf (Saale-Holzland-Kreis).
"Die Stromspeicher, CCU- und Wassertechnologien aus keramischen Werkstoffen tragen nicht nur zu Resilienz und technologischer Souveränität Deutschlands bei, sie können auch internationale Exportschlager werden", sagte Bär in einer Mitteilung.
Das IKTS setzt nach eigenen Angaben keramische Komponenten im Anlagenbau ein - zur Erzeugung von Wasserstoff und zum Abtrennen von Kohlendioxid, zur Synthese von Plattformchemikalien und E-Fuels, in großen Batterien für Stromnetze oder in der Reinhaltung von Wasser.
Voigt bezeichnete Hermsdorf als "Innovationsstandort". "Gerade als zentrales Stromtransitland braucht Thüringen Lösungen für die Speicherung und intelligente Nutzung von Energie. In Hermsdorf entsteht genau dieses Wissen."
MDR/dpa (gh)
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