Inhalt des Artikels:
- Für Extra-Urlaub muss Ersatz gesucht werden
- Vorerst befristeter Testlauf für ein Viertel der Belegschaft
- Unternehmen spricht von "Vertrauensurlaub"
- Das ganze Team muss auch mitziehen
Für Extra-Urlaub muss Ersatz gesucht werden
So viele Tage Urlaub nehmen, wie man will? Eine Traumvorstellung für viele. In einem Göttinger Betreuungsunternehmen ist das 2026 für zehn der rund 40 Mitarbeiter möglich. Die Idee dahinter: Das soll für psychische Entlastung sorgen und die Arbeitsmotivation fördern.
Die Gewinner einer Zufallsauslosung haben deswegen nicht nur den für alle dort geltenden Urlaubsanspruch von 26 Tagen, sondern können noch unbegrenzt Tage Urlaub nehmen – soweit sie jemanden finden, der die Betreuung ihrer Patienten in der Zeit übernimmt. Der Extra-Urlaub muss auch zwei Monate vorher ankündigt werden.
Vorerst befristeter Testlauf für ein Viertel der Belegschaft
Laura Arnemann gehört zum Leitungspersonal des Betreuungsdienstes "Frohzeit", der diesen Testlauf wagt. Wenn das Projekt positiv verläuft, soll die Möglichkeit des begrenzten Urlaubs auf das gesamte Team ausgeweitet werden.
Dann müsse sich jetzt bei dem Probelauf jedoch zeigen, "dass die Mitarbeiter sich wirklich bedarfsgerecht ihren Urlaub nehmen und dass es kein Ausruhen auf Privileg ist. Die Patienten stehen bei uns an erster Stelle. Die Patienten müssen weiterhin gut versorgt sein", so Arnemann auf Nachfrage des Teams des MDR-Tiktok-Formats "Eine Minute Geld".
Unternehmen spricht von "Vertrauensurlaub"
Doch wie wird das Angebot genutzt und wie wirkt sich das auf das Arbeitsklima im Team aus? "Da wir noch im Januar sind , müssen wir dies alles mit der Zeit selber sehen, damit wir Rückschlüsse und Konsequenzen ziehen können", antwortete Arnemann auf MDR-Anfrage.
Das Unternehmen spricht von "Vertrauensurlaub". "Vertrauensurlaub bedeutet, dass alle Mitarbeitenden, die gewonnen haben, selbst entscheiden können, wie viel Urlaub sie in ihrer Lebenssituation brauchen", heißt es auf der Homepage des Dienstleisters. Das solle etwa auch Alleinerziehende entlasten oder die Verwirklichung von Lebensträumen wie lange Radtouren zur Erkundung von Ländern ermöglichen.
Das ganze Team muss auch mitziehen
Bislang sei keine übermäßige Nutzung des unbegrenzten Urlaubs zu verzeichnen. "Es ist bereits Urlaub von den entsprechenden Mitarbeitern eingereicht worden und das war im Vergleich zu den anderen Mitarbeitern nicht viel höher", erklärte Arnemann auf MDR-Anfrage.
Und bei dem Projekt muss das ganze Team mitziehen, um die Betreeung der Patienten in der Urlaubszeit abzusichern. Der Startschuss für das Experiment ist übrigens auf der Weihnachtsfeier im vergangenen Dezember gefallen. Dort wurden die zehn Mitarbeiter für den Testlauf per Zufallsauslosung ausgewählt.
Es ist bereits Urlaub von den entsprechenden Mitarbeitern eingereicht worden und das war im Vergleich zu den anderen Mitarbeitern nicht viel höher.
MDR (cbr)
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