In Deutschland ist die Zahl der Erwerbstätigen im vergangenen Jahr erstmals seit der Corona-Krise nicht mehr gestiegen. Laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes waren 2025 rund 46,0 Millionen Menschen erwerbstätig. Das waren 5.000 Personen weniger als im Jahr zuvor. Damit ist der seit 2021 anhaltende Positivtrend zu Ende gegangen. Zuletzt hatte es im Corona-Jahr 2020 einen Rückgang gegeben.
Nach den Erhebungen sind vor allem im produzierenden Gewerbe (minus 1,8 Prozent), am Bau (minus 0,9 Prozent) sowie in Fischerei, Land- und Forstwirtschaft (minus 0,5 Prozent) Jobs verloren gegangen. Im ohnehin dominierenden Dienstleistungsbereich wuchs die Zahl der Beschäftigten hingegen noch einmal um 0,5 Prozent.
Demografischer Wandel macht sich bemerkbar
Als Gründe für die Stagnation nennt das Statistikamt neben der schwachen Konjunktur die immer stärkeren Effekte des demografischen Wandels. Für die ausscheidenden geburtenstarken Jahrgänge rücken immer weniger junge Erwerbstätige nach. Weiterhin wanderten ausländische Arbeitskräfte zu und Frauen sowie ältere Menschen beteiligten sich zunehmend am Erwerbsleben.
Dem Bundesamt zufolge arbeiten drei von vier Menschen in Deutschland als Dienstleister. Zuletzt wuchs vor allem der öffentliche Bereich einschließlich des Gesundheitswesens. Weiterhin rückläufig ist die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen, die zusammen noch 3,7 Millionen Erwerbstätige ausmachen.
Mitteilung Destatis Erwerbstätige 2025
dpa- Coronavirus
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