Seit Jahren ist Whatsapp kostenlos – jetzt steht ein Abo-Modell kurz bevor. Die ersten Bezahlfunktionen lassen sich schon ausprobieren. Was sie bieten, lesen Sie hier.

Auch wenn wir uns alle längst daran gewöhnt haben: Whatsapp war nicht immer kostenlos. Zu Anfang kostete die App einen einmaligen Kaufpreis von 79 Cent, der erst mit der Übernahme durch Meta (früher Facebook) entfiel. Seitdem überlegt man im Mutterkonzern, wie man mit Whatsapp Geld verdienen kann. Eine mögliche Antwort wird nun immer konkreter: Whatsapp lässt aktuell Features testen, die Teil eines monatlichen Premium-Abos werden sollen.

Das berichtet der stets gut informierte Blog „Wabetainfo“. In der aktuellen Vorabversion (Beta) des Messengers für Android-Smartphones finden sich demnach erste Funktionen, die für das Premium-Abonnement eingeplant sein sollen. Bisher handelt es sich vor allem um Möglichkeiten, den Look des Messengers anzupassen. 

Diese Premium-Features testet Whatsapp aktuell

So werde den Nutzern der Beta-Version die Option geboten, das Logo des Messengers auf dem Smartphone zu ändern. Dem Blog zufolge bietet Whatsapp 15 verschiedene App-Icons zur Auswahl an, darunter auch das Original-Icon, das irgendwann vom aktuellen abgelöst wurde. Neben schlichteren Farbvarianten gebe es auch extravagantere Optionen, etwa mit Glitzereffekten oder einem Whatsapp-Symbol in Plüsch-Optik mit Namen wie „Galaxy“, „Fluffy“ oder „Aurora“.

Auch das Farbschema der App selbst kann laut „Wabetainfo“ angepasst werden. Zwar könne man weiter das gewohnte grüne Layout nutzen, es gebe aber auch 18 weitere Farben zur Auswahl. Ändere man die Farbe, würden auch zahlreiche Bedienelemente wie Buttons oder Tabs farblich angepasst. Eine erste Vorschau dieses Features hatte es bereits vor zwei Jahren in einer Whatsapp-Testversion für Apples System iOS gegeben, die Anpassungsoptionen kamen aber nie in der finalen Version der App an.

Was zum Abo-Modell bekannt ist

Dass Whatsapp ein monatliches Premium-Abo vorbereitet, ist offiziell bestätigt. Wie auch bei den Schwester-Apps Instagram und Facebook plane man ein Angebot, das auf mehr Produktivität, Kreativität und KI-Funktionen setze, teilte das Unternehmen dem Technologieportal „Techcrunch“ mit. Dabei bekommt aber nicht jede der Apps die gleichen Premium-Funktionen, wie der Konzern betont. Stattdessen wolle man experimentieren, für welche Features die Nutzer zusätzlich zu zahlen bereit sind.

Ein Preis für die Abonnements ist bislang nicht bekannt. Alle bisherigen Basisfunktionen der Dienste, bei Whatsapp etwa Chats oder Anrufe, sollen demnach kostenlos bleiben.

Neben den Anpassungsoptionen wurden für Whatsapp etwa auch spezielle Premium-Sticker, anpassbare Signaltöne sowie Convenience-Funktionen wie eine größere Anzahl anpinnbarer Chats getestet. Bislang ist das auf drei Chats beschränkt. Ob den Nutzern diese Funktionen eine monatliche Gebühr wert ist, wird sich zeigen.

Mehr als ein Abo

Ein weiteres Abo ist aber wohl unabhängig von dem nun entdeckten: Erst im Januar war in einer Beta-Version die Möglichkeit aufgetaucht, die Werbung im Messenger gegen Zahlung von 3,99 Euro monatlich abzuschalten (hier erfahren Sie mehr). Damit setzt Meta eine EU-Vorgabe um, ein ähnliches Abo gibt es für Instagram und Facebook bereits seit Ende 2023. Neben dem Abschalten der Werbung bietet es aber keine Zusatzfeatures. Es ist daher zu erwarten, dass die beiden Abonnements von Meta getrennt behandelt werden.

Quellen: „Wabetainfo“, „Techcrunch“

  • WhatsApp
  • Facebook
  • Apps
  • Instagram
  • Android

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke