Es muss dringend sein. Normalerweise bietet Apple Updates für seine Betriebssysteme immer am Montagabend deutscher Zeit an, jetzt wurden überraschend am Mittwoch Updates für iPhone, iPad, Mac sowie Apple Watch und Apple TV veröffentlicht. Die sollte man schon aus Sicherheitsgründen rasch installieren. Es gibt aber auch noch weitere neue Features.
iOS 26.3: iPhones werden aktiv angegriffen
Die Sicherheit ist hier allerdings der wichtigste Aspekt. Nach Angaben Apples hat der Konzern mehr als 40 Sicherheitslücken in seinen Systemen entdeckt und behoben. Bei einer ist die Gefahr besonders groß: Die Lücke mit der Bezeichnung CVE-2026-20700 erlaubt Hackern demnach, über den Browser Safari beliebigen Programmcode ausführen zu lassen. Dabei handelt es sich nicht bloß um eine theoretische Gefahr: Nach Erkenntnissen Apples wurde die Lücke bereits in „extrem anspruchsvollen Angriffen auf spezifische Ziele“ genutzt, so der Konzern.
Etwas irritierend: Die Attacken erfolgten Angaben zufolge auf Geräte, auf denen ein Betriebssystem vor Version 26 lief. Gleichzeitig betont der Konzern, dass die Lücke mit Version 26.3 geschlossen würde. Da es auch Apple-Geräte gibt, die diese Version nicht mehr unterstützen, und der Konzern auch für diese gestern Abend neue Sicherheitsupdates zur Verfügung stellte, ist nicht ganz klar, ob die Lücke auch bei älteren Systemen wie iOS 18 geschlossen wurde. So oder so sollte man schnell auf das neueste System wechseln.
Diese Features bringen die Updates außerdem
Auch abseits der Sicherheitslücken bieten die neuen Systemversionen aber einige Neuerungen. So gibt es eine verbesserte Möglichkeit, Daten von einem iPhone auf ein Android-Smartphone zu übertragen. Neben Kontaktdaten lassen sich nun etwa Fotos, Notizen, SMS, Passwörter und sogar Apps auf das System des Konkurrenten von Google transferieren. Die in der Health-App gespeicherten Gesundheitsdaten sind aber ausgenommen, betont Apple.
Ausschließlich in der EU bietet das neue System die Möglichkeit, Smartwatches und Kopfhörer von Drittanbietern zu koppeln, indem man sie in die Nähe des iPhones bringt. Das war bislang Apples eigenen Geräten vorbehalten. Auch Mitteilungen des iPhones sollen erstmals in vollem Umfang an Uhren anderer Hersteller weitergegeben werden können. Ob die Konkurrenten wie Garmin oder Polar diese Möglichkeit tatsächlich nutzen, ist aber abzuwarten.
Dass Apple die beiden Features nicht aktiv bewirbt, dürfte einen einfachen Grund haben: In beiden Fällen handelt es sich um die Umsetzung von EU-Vorgaben. Im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) sollen Firmen mit einer besonderen Marktposition gezwungen werden, eine größere Kompatibilität mit Konkurrenten zu ermöglichen. Apple hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach seinen Unmut über diese Regulierung bekundet, PR-Chef Greg „Joz“ Jozwiak sagte gegenüber dem stern – im Kontext mit der Übersetzungsfunktion der Airpods Pro 3 –, man sei „angepisst“ über das Vorgehen (hier erfahren Sie mehr).
Exklusive Privatsphäre
Eine Neuerung verspricht mehr Privatsphäre. Über unsere Mobilfunkverbindung sind wir erstaunlich gut trackbar, die Netzbetreiber können durch die Nähe zu Funkmasten sehr genau bestimmen, wo wir uns befinden. Ein neuer Schalter erlaubt es nun, diese Standortbestimmung etwas einzuschränken. Statt eines genauen Standortes ist dann nur die ungefähre Gegend herauszufinden.
Das Feature ist allerdings recht exklusiv. Es steht nur Kunden weniger Netzbetreiber weltweit zur Verfügung, neben der Deutschen Telekom sind es weltweit nur fünf andere Mobilfunkunternehmen. Zusätzlich benötigt man ein Gerät, das ein von Apple selbst entworfenes Modem nutzt. Das ist bisher nur beim iPhone Air, dem iPhone 16e und dem iPad Pro mit M5-Chip der Fall.
So installieren Sie das Update
Um das Update zu installieren, öffnen Sie die Einstellungs-App und dort „Allgemein“ und „Softwareupdate“. Erhalten Sie dort die Meldung, das System sei „auf dem neuesten Stand“, müssen Sie nichts weiter unternehmen. Andernfalls haben Sie die Wahl, das Update sofort zu installieren oder es abends automatisch durchlaufen zu lassen. Sollte das der Fall sein, sollten Sie erwägen, automatische Updates zu aktivieren.
Quelle: Apple
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