Der bisherige Heeresinspekteur Christian Freuding wird neuer Generalinspekteur der Bundeswehr. Der Generalleutnant soll Anfang Februar 2027 auf General Carsten Breuer folgen, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte.
Breuer ist seit März 2023 Generalinspekteur der Bundeswehr. Er war im September zum Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses gewählt worden und wechselt an die Spitze des Gremiums nach Brüssel. Ursprünglich hieß es, er werde diesen Posten Mitte 2027 annehmen.
Bislang ranghöchster Soldat der Bundeswehr: Carsten BreuerVerteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklärte, Freuding bringe alle Voraussetzungen mit, um die Soldaten „in das neue Zeitalter zu führen, in dem wir uns besser schützen müssen als in den Jahrzehnten zuvor“. Als Leiter des Sonderstabs Ukraine habe Freuding die technischen Entwicklungen im russischen Krieg gegen die Ukraine analysiert und Rückschlüsse für die Bundeswehr gezogen. Als Heeresinspekteur habe er daraus schnell die richtigen Maßnahmen abgeleitet, etwa bei der Aufstellung des ersten Drohnenregiments. Pistorius würdigte Freuding als international hoch anerkannte und überzeugende Führungspersönlichkeit.
Freuding hatte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 die Leitung des Sonderstabs Ukraine im Ministerium übernommen und damit die deutsche Militärhilfe für das Land koordiniert. Von 2023 bis 2025 leitete er den neu geschaffenen Planungs- und Führungsstab im Ministerium, bevor er im Oktober 2025 zum Inspekteur des Heeres ernannt wurde.
Zuvor war der studierte Politikwissenschaftler unter anderem Brigadekommandeur und von 2017 bis 2019 Adjutant der damaligen Verteidigungsministerin. Der Heeresaufklärer absolvierte Auslandseinsätze in Bosnien und Herzegowina sowie in Afghanistan.
General Breuer wurde einer breiteren Öffentlichkeit als Leiter des Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt bekannt. Anschließend übernahm er das neu aufgestellte Territoriale Führungskommando. Seine militärische Laufbahn begann 1984 in der Heeresflugabwehr. Auslandseinsätze führten ihn unter anderem in den Kosovo und nach Afghanistan.
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